#18 SEAT TSUKUBA CUP — Bericht, Ergebnisse und Bilder!

Ohne-Titel-2

Was für ein Rennsonntag! Gestern fuhr der 3FC in excellenter Besetzung den SEAT TSUKUBA CUP, der schon im Vorfeld dank des UNITY-SYSTEMS (zumindest hier) in aller Munde war.

Was ist das UNITY-SYSTEM? Unser Chefingenieur #70 RushOliver hat die Idee von #60 p360hil aufgenommen und verschiedene Setups eingerichtet, die die fahrerischen Unterschiede nivellieren und damit spannende Rennen auch für die ermöglichen, die sonst hinter der Spitzengruppe herfahren. Damit wird das Feld insgesamt näher zusammengerückt, wie nahe, wird an den Ergebnissen zu sehen sein. Wir hatten hier ja schon einige Versuche in der Richtung unternommen, am konkretesten in dieser Richtung waren Zweiklassen-Rennen ausgerichtet, die ebenfalls positiv aufgenommen worden sind. Doch das UNITY-SYSTEM lässt weit feinere Differenzierungen zu.

Insgesamt fünf unterschiedliche Setups waren für das Rennen ausgearbeitet und standen den Teilnehmern des Rennens zur Verfügung:

UNITY 1: A536

UNITY2: A545

UNITY3: A561

UNITY4: A567

UNITY5: A597

Die Entscheidung, welches Setup den startenden Fahrern zugeteilt wird, sollte eigentlich im Vorfeld ermittelt werden durch Trainingsläufe. Dennoch wurden vor dem eigentlichen Rennen mit 41 Runden zwei Qualifyings durchgeführt, um die Rundenzeiten noch einmal zu ermitteln. Im zweiten Qualifying wurde die Startaufstellung ermittelt mit geladenen Setups — auch dieses lief über insgesamt 10 Runden.

Ins Rennen ging es nach Einführungsrunde mit stehendem Start — und was das für ein Rennen war. Bis auf #777 grooviak, der tatsächlich kurz entschlossen erst ins Fahrerfeld nachrückte und keinerlei Training absolviert hatte (und mit technischen Problemen kämpfte), kamen insgesamt neun Fahrer nach 40 Rennrunden und zwei Boxenstopps in einem Zeitfenster von EINER MINUTE ins Ziel.

Seht selbst:

ScreenShot-New-549

Grooviak schloss das Rennen kurz nach dem Hauptfeld ab — um die korrekten Positionen abzubilden, ist dieses Zielfoto jedoch essentiell, da Holzkind das Rennen vorzeitig verließ.

Mit anderen Worten: Knapper geht es nicht. Die Gesamtwertung stellt sich im Moment so dar:

Gesamtwertung der Clubrennen -- ohne Grafik, dafür detailliert.

Gesamtwertung der Clubrennen — ohne Grafik, dafür detailliert.

Wir hoffen, dass Euch das Rennen Spaß gemacht hat, sind gespannt auf Eure Berichte und Bilder und freuen uns mit Euch auf den nächsten Lauf!

gunboundchars & cervantes1976

Fahrerstimmen

#70 RushOliver

Beim Qualifying mit dem Unity-System war ich überrascht das ich der Schnellste war, da andere Fahrer laut Bestenliste schon deutlich schnellere Runden gedreht hatten. Das doppelte Qualifying spielte mir zudem zu und ich konnte mich recht gut einfahren, wobei die ersten Runden im eigentlichen Qualifying nicht besonders verliefen und ich oft im Gras war. Schließlich gelang mir dann doch die eine Runde die mir Startplatz 1 bescherte.

Mir war sofort klar das das im Rennen einen nicht unbedeutenden Vorteil hatte, denn ich konnte ohne auf andere Fahrzeuge zu achten sofort meine Pace fahren. Wäre ich hinter anderen Unity Fahrern mit mehr Leistung gestartet, wäre das Überholen nicht so einfach gewesen. So aber war ich bemüht von Anfang an 100% zu geben. Das gelang mir schon in der 2. Runde, denn diese markierte meine schnellste Runde im ganzen Rennen. Die folgenden 4 Runden konnte ich ähnlich gut absolvieren und legte mir ein Polster von rund 200m zurecht. Dieses Polster schmolz aber sofort dahin wenn ich mal eine Runde nicht so optimal erwischte, was mich dazu zwang von Zeit zu Zeit enormes Risiko zu gehen. Mehr als 250m Vorsprung konnte ich aber nicht realisieren.

In Runde 25 passierte das was ich schon 3 Runden früher erwartet hatte, mein Forcefeedback viel komplett aus. Da ich am Lenkrad immer mit 100% Forcefeedback fahre und der Micky Maus Kurs pausenlose Lenkbewegungen bedarf, überhitzen die Motoren im Lenkrad und stellten zum Abkühlen ihren Dienst ein. Zum Glück hatte ich diese Situation etwas geübt und konnte das einigermaßen kompensieren. Meine Rundenzeiten wuchsen zwar um 3 Zehntel an aber meine Kontrahenten hatten zu diesem Zeitpunkt schon mit der eigenen Konzentration zu kämpfen. Ab Runde 32 war das Forcefeedback plötzlich wieder da, es lebe die Abkühlung. Knapp 10 Runden blieben mir noch den etwas geschrumpften Vorsprung wieder auszubauen. Letztendlich konnte ich bis zum Schluß die am Start erarbeiteten 200m ins Ziel retten. Meine eigene Konstanz war diesmal der Schlüssel zum Erfolg die etwas stärkeren Fahrzeuge hinter mir zu halten. Wäre ich aber nicht von der Poleposition gestartet, hätte das auch ganz anders ausgehen können. ;-)

PS: Grooviak, hättest einen vernünftigen Rechner (keinen Mac) könntest Du dir das Softwareupdate fürs Lenkrad aufspielen. Das ist nämlich erheblich besser als die Softwarerevision die Du auf dem Lenkrad hast……bis auf das Problem mit der Überhitzung. ;-)

#60 p360hil

Phil liefert ab. Den Rest vom Fest, inkl. seinen Kommentaren und einem kurzen Videoclip schaut Ihr am besten auf seinem eigenen Blog an, denn er freut sich sicher über Besuche: 17zu8!

Forza406
Forza412
Forza424
Forza426
Forza425

#88 Fettysoft

Qualifying:
Q1 lief richtig gut. Ich konnte mich auf P2 hinter Rush etablieren. Das Training zahlte sich aus. Im Q2 startete ich mit U2 Setup und konnte zu meinem Erstaunen sogar P3 einfahren. Ich wusste aber, dass mir das nicht so viel nützen würde.

Das Rennen:
Ich erwischte einen guten Start und konnte an Cyrax vorbeiziehen, der sich wohl etwas vertan hatte. Lange konnte ich aber die drückenden Gegner nicht hinter mir halten und musste Gun und Cyrax ziehen lassen. Ich ging dann früh an die Box, um freie Fahrt zu finden. Dies war mir dann auch möglich. Ich konnte ein paar gute Runden fahren, so im 1.02.000 bis 1.02.200 Bereich. Somit arbeitete ich mich an die vor mir fahrenden heran und kam dann auch bald wieder zum zweiten Stopp. Ich kam nun dicht hinter Duder und Jimmy heraus. Hier verlor ich etwas Zeit, da ich einige Runden an Jimmy nicht vorbeikam, der auf der Geraden so verdammt schnell wegzog. In der langsamsten Spitzkehre konnte ich ihn dann überholen, wobei ich innen fuhr und ihm die Spur zumachte, es kam zu einer doch nicht unerheblichen Berührung. Die Revanche kam dann eine Runde später an der selben Stelle, als er mein Heck traf. Ich konnte das Auto aber abfangen und dann einen Vorsprung herausfahren. Die letzten Runden konnte ich allmählich auf Cervantes aufschließen. Aber für mehr hat es nicht gereicht.

Fazit:
Rush hat es Klasse hinbekommen das restliche Feld zu deklassifizieren. Glückwunsch! Ich konnte mit den Unity 3 Fahrern nicht mithalten, die sich selbst ohne großes Training schnell eingewöhnten und bessere Runden fahren konnten als ich. Das Unity System hat das Feld zwar gut zusammengebracht, aber wenn man ehrlich ist, an der Reihenfolge im Großen und Ganzen nichts geändert. Dass es enger zugeht ist aber schön zu sehen, besonders sicherlich auch für die ‘langsameren’ Fahrer, die so hoffentlich ein spannenderes Rennen hatten als vielleicht sonst. Vielleicht sollte das Unity System doch nur in Bonusrunden angewendet werden, denn wenn es um die ‘Meisterschaft’ :) geht, ist es evtl. hier und da zu unfair und zeigt eben nicht wie bisher, wer wie gut mit dem gleichen Material und der Strecke zurechtgekommen ist.

#112 Holzkind

Q1: Achter Platz. Was soll ich sagen. Mehr ging wohl nicht.
Q2: Achter Platz; einzige positive Überraschung: ich war schneller als Cervantes.

Zum Rennen: Der Start verlief gut, bis zur zweiten Kurve als Cervantes mich von hinten anstupste und ich zwei Plätze verlor.
Danach folgten ein paar schöne spannende Runden mit “der Duder”, welche ich aber durch einen Fahrfehler, mit anschliessender Drehung nach Kollision mit ihm, selbst beendet habe.
Danach drehte ich nur noch einsame Runden als 9. platzierter.
Allles in allem find ich das Unity System ganz gut, hat mir aber hier eher geschadet als genutzt. Ich denke ohne Unity wäre ich eine Platzierung besser gewesen.
Deshalb muss ich Fettysoft recht geben, das man das Unity System in Bonus Rounds verwenden sollte, in richtigen Rennen eher nicht.
Das sehe ich nicht im Bezug auf mich, sondern eher in Bezug auf Fetty, der wahrscheinlich 2. geworden wäre wenn ohne Unity gefahren worden wäre.
Aber das ist nur meine Meinung.

Nichtsdestotrotz war es mal wieder sehr schön ein Clubrennen zu fahren.

Sponsor ist total enttäuscht von mir. Team auch.
Ich auch.

#777 grooviak

Wie gesagt habe ich erst 1 std vor dem Rennen wirklich mitbekommen dass das heute stattfindet, durch eine XBL-PM von gun. Habe dann noch 30 min in eine hässliche Lackierung investiert und hatte dann noch ca. 10 min. um mal eine Runde zu drehen. Nachdem mir gun sagte dass es kein Unity-1 gibt, hab ich daraus gefolgert dass ich wohl die 5 nehmen muss und habe damit eine 1:05xxx gefahren.

Beim Qualifying war ich etwa ne halbe Sekunde besser, aber damit war schon klar dass so kein Blumentopf zu gewinnen ist. Also bestand meine Hauptaufgabe im Rennen darin, alle möglichst schadlos passieren zu lassen ;)

Leider hatte ich relativ früh (Runde 10 oder so?) wieder mal den Lenkrad-Bug, bei dem das Force Fedback sich einige Sekunden nicht mehr ausschaltet. Dieser Fehler tritt leider gefühlt pro Spielstunde einmal auf. Tja und dann habe ich gleich die Bande geküsst und um ein Haar noch den Rush abgeschossen. Aber lahme Fahrer wie ich sind ja wohl auch hauptsächlich da, um ein bisschen Nervenkitzel zu erzeugen :P

Das blöde ist, dass wenn ich so alleine meine Runden drehe, verliere ich schnell die Konzentration und schalte dann tendenziell wie beim richtigen Autofahren ganz früh runter und bremse viel zu viel. Ist mal jemand vor mir, läuft es viel besser, auch weil ich mir die Linien abschauen kann usw – damit kam ich dann auch schon mal auf eine ganz niederige 1:03er Zeit, wegen Windschatten war allerdings meine beste “saubere” Runde eine 1:03.8xxx

Tja ich muss schon sagen, dolle viel Spaß macht so ein Rennen nicht, wenn man überhaupt keine Chance hat – zumal ich ja dank Unity-System und TCS auch überhaupt keine Ausreden mehr habe. Außer vielleicht, dass ich nicht geübt habe. Na ja ich werde trotzdem versuchen, auch nächstes Mal wieder am Start zu sein. Und dann hoffentlich auch wieder mit einer hübscheren Lackierung :P

P.S. Ach ja, wie eigentlich IMMER ging im Rennen dann irgendwann mein Mikro nicht mehr, und ließ sich auch nach dem Renn-Ende nicht mehr zur Mitarbeit bewegen. Fucking Fanatec ;)

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{BR] #17 LOTUS RACING — Auswertung, Berichte und Bilder

Ohne-Titel-1

Gestern ging der 3FC auf dem Hockenheimring in sein 17. Clubrennen. Phil (#60 p360hil) hatte angeregt, ein UNITY-Setup aufzusetzen, das fahrerische Unterschiede zwischen den Teilnehmern reduzieren sollte, um damit die Rennen spannender zu machen. Seine Idee, mit zwei Stufen zu beginnen, wurde von Rush (#70 RushOliver) aufgegriffen und verfeinert. Am Schluss standen drei Setups zur Verfügung, die vor allem im Mittelfeld für spannende Rennaction gesorgt haben dürften.

Fettysoft (#88 Fettysoft) stieß erst nach dem Qualifying dazu und Giama (#55 Giama360) kam — vermutlich wegen Verbindungsproblemen — erst sehr spät dazu und konnte deshalb vermutlich seinen Podiumsplatz nicht einfahren ;)

Die Ergebnisse hat Phil bereits auf seinem Blog 17zu8 veröffentlicht und da wir uns nicht die doppelte Arbeit machen wollen, reicht der Link dahin :)

Herzlichen Glückwunsch an Rush für den souveränen Sieg (UNITY 1) und an Phil (UNITY 3) für seine überragende Performance und den absolut verdienten zweiten Platz. Manuel (#85 Manuel1085) fuhr mit dem UNITY-2-Setup auf Rang 3 und konnte Gun (#33 gunboundchars; UNITY-3) gerade noch hinter sich halten — hätte ich (#20 cervantes1976; UNITY-3) Gun nicht unmittelbar nach Start des Rennens angeschoben, hätte möglicherweise er auf dem Podium gestanden.

Es war ein tolles Rennen mit einer sehr gespannten Atmosphäre und vor allem im Mittelfeld ein enger Kampf bis auf die letzten Meter. Manuel, Gun, Cyrax (#8 Cyrax Black; UNITY 2) und Fettysoft lieferten sich ein Rennen Stoßstange an Stoßstange.

Ich bin gespannt auf Eure Kommentare und Bilder und freue mich schon auf das nächste Rennen!

cervantes1976

P.S. Rohmaterial für ein Video ist im Kasten!

~~

 

#16 DTM goes America — Bericht und Bilder

bericht

Offizielle Clubrennen sind immer etwas besonderes! Training, Lackierung, Nervenkitzel — die Mischung macht jedes Mal ein besonderes Erlebnis. Der Bericht wird noch ein wenig auf sich warten lassen, da ich glaube, dass der Clubchef das offizielle Rennen vor Weihnachten und die Übernahme der Führung in der Gesamtwertung auskosten möchte ;)

Forza304

Stay tuned!

ergbenisse

Name Beste Runde Gesamt
#55 Giama360 01:30,538 38:56,180
#88 Fettysoft 01:30,468 38:58,186
#33 gunboundchars 01:30,943 39:24,543
#8 Cyrax Black 01:31,064 39:30,136
#20 cervantes1976 01:31,704 39:34,824
#60 p360hil 01:34,422 40:54,966
#777 grooviak 01:36,086 41:26,661
#112 Holzkind 01:34,193 41:53,200
#17 Kletorone 03:04,483 42:48,784
#57 DerDuder 01:35,389 43:00,064

Gesamtwertung:

Name Gesamtpunktzahl Anzahl der Rennen
gunboundchars 68 6
OnkelDoc 67 5
Cyrax Black 65 6
Giama360 61 4
Fettysoft 58 5
cervantes1976 51 6
GFC Edner 48 3
p360il 46 6
Manuel1085 35 4
DerDuder 32 5
Daichi04 31 4
RushOliver 28 2
Holzkind 28 4
rolihoni 27 2
Kletorone 20 4
TG Rockt 15 1
grooviak 13 3
OfflineChris 11 1
Hawaii 22 9 2
dixip 7 2
Alkuk 6 2
Matthebad 6 1
BratAustria 5 3
CookieJus 3 1
mr monkey 4u 2 1
Vanjensing 1 1
Paul gEr 0 1
Wurzelgnom 0 1

ScreenShot-New-252

fahrerstimmen

#20 cervantes1976

Anderweitig eingespannt konnte ich leider an keinem der offiziellen Trainings teilnehmen und war auf Einzeltrainings angewiesen, die mir in der R2-Klasse schnell meine Grenzen aufzeigten — ohne Traktionskontrolle würde ich das Rennen nicht fahren wollen, so viel stand fest. Denn vor die Arbeit setzen wir im 3FC die Unterhaltung :)

Das Qualifying lief vollkommen rund und ohne größere Schwierigkeiten, ich reihte mich auf Platz 4 in der Startaufstellung ein.

Im Rennen konnte ich unerwartet schnell auf Position 3 vorfahren hinter Giama und Fettysoft, offenbar riefen Cyrax und Gunboundchars ihre Reserven nicht sofort ab dem fliegenden Start aus der Box (hat mir sehr gefallen!) ab, was mein Glück war. Im Verlauf des Rennens zeigte sich nämlich, dass die beiden durchweg schneller unterwegs waren als ich. So wurde das letzte Renndrittel das eigentlich für mich spannendste: Meine Stopps setzte ich spät an und war dann mit Gunboundchars in Nah- und Fernduelle verstrickt, die er letztlich für sich entscheiden konnte. Ob es wirklich notwendig war, dass ich den vierten Platz an Cyrax wegen einiger Unkonzentriertheiten und zu behutsamen Überrundungen wegschenkte, sei dahingestellt — aber letztlich bin ich mit der Position 5 in der R2-Klasse auf diesem Kurs sehr zufrieden.

Da wir nun schon einige Rennen in der R2 gefahren sind, muss ich ehrlich sagen, dass mir davon bisher nur die {BRX} auf Le Mans wirklich zugesagt hat. Sowohl auf Laguna Seca als auch auf dem Infineon Raceway konnte ich mit Giama, Fettysoft, Gunboundchars und Cyrax nur mit Mühe und auf Dauer nicht mithalten — ich bin einfach zu nervös für diese Klasse.

#60 p360hil

Phil fuhr das Rennen auf dem „Reynholm Industries“-Opel und stellt seine Eindrücke und zahlreiche Videomitschnitte vom Rennen im eigenen Blog zur Verfügung!

#88 Fettyssoft

Training:
Die Trainings liefen ganz gut, ich konnte sogar mal eine 1:29,xxx fahren und bekam hier schon eine Ahnung, dass ein Podiumsplatz evtl. drin sein könnte. Die Bestenliste zeigte mir, dass ich nicht schlecht dastand. Die Trainings waren außerdem eine gute Gelegenheit herauszubekommen, wo man hier die Boxeneinfahrt geplant hatte.

Vor dem Rennen:
Edner und Rush ohne Anmeldung, Doc kurz vor Rennen mit einer Abmeldung. Nunja, das roch nach möglichem Podium. Giama kam kurz vor Rennstart dann doch noch und mir wurde klar, dass damit noch ein weiterer Podiumsgegner am Start war. Giama, Cyrax, Gun und Cervantes – das versprach einen heißen Kampf um die ersten 3 Plätze, da wollte ich hin!

Das Qualifying:
Der Puls ging gleich wieder auf 180, vor Aufregeung und nicht vor Wut. Ich konnte mich gleich ganz nach vorne schieben und frei fahren. Nach der ersten Runde war ich ganz vorn :) was natürlich nicht lange so blieb. Im letzten Viertel konnte ich dann eine niedrige 1.30 fahren, die nur noch Giama mit einer tollen 1.29.xx unterbieten konnte. Knapp an meiner ersten Pole vorbei, aber ich war sehr zufrieden mit Startplatz 2. Ich hörte noch, dass Giama einen neuen Rennoverall brauchte, durchgeschwitzt :) ! Es war also auch für die anderen Fahrer eine nervenaufreibende Angelegenheit.

Das Rennen:
Den Start habe ich ganz gut hinbekommen und meine Position halten können. Ach haltmal; es gab ja einen fliegenden Start aus der Boxengasse. Giama schien das vergessen zu haben und bog munter rechts in die Haarnadelkurve ein. Ich wartete bis er zurückkam und folgte ihm in die Box.
Ich klebte dann ein, zwei Runden an Giamas Heck und konnte ganz gut mithalten. Später baute ich einen kleinen Fehler ein und musste auf etwa 200m abreißen lassen. Ich kam auch nicht wieder ran. Nach hinten schien sich ein kleiner Vorsprung aufzubauen. Als Giama dann zum ersten Stop reinkam, entschied ich mich, es ihm gleich zu tun. Allerdings touchierte ich dabei meinen vor mir fahrenden Bruder Holzkind. Zum Glück war es für uns beide kein Problem. Es ging dann so weiter hinter Giama her, bis er seinen zweiten Stop machte. Ich entschied mich diesmal, draußen zu bleiben, da auch noch kein weiterer zu überrundender Fahrer in Sicht war und versuchte zu pushen. Giama kam wohl im Gewühl bei Cyrax, Gun und Cerv zurück auf die Strecke und verlor hier wahrscheinlich etwas an Boden. In Runde 17 hatte ich dann Duder vor mir, der sich kurz vor der letzten Schikane drehte. Ich konnte nicht mehr ausweichen und fuhr ihm in die Seite. Hier hatte ich ein paar Sekunden verloren. Ich ging in die Box und konnte trotzdem vor Giama wieder herausfahren, zwar nur knapp aber immerhin. Meine zweite Boxenausfahrt war sehr knapp und ich danke den umsichtigen Fahrern hinter mir (weiß nicht mehr, ob es Gun und Giama war … muss erst die Aufzeichnung ansehn). Ich hatte also meinen ersten Sieg vor Augen. Es kamen dann aber leider noch zwei Überrundungen, die von Kletor und Phil. Da ich nicht so eine coole Sau bin wie Giama, hab ich es dabei verbockt und musste über den Dreck fahren. Giama konnte dies ausnutzen und fuhr mit 2 Sekunden Vorsprung als erster über das Ziel. Gratulation!

Fazit:
Das Team ist zufrieden mit der Leistung. Das Podium ist erreicht! Ich freue mich über Platz zwei. Ich hatte den Sieg auf dem Pedal und ihn mal wieder weggeschmissen. Mein Puls war konstant 180+, ich habe sicherlich 1kg abgenommen :). Die Gesamtwertungsführung hat Gun übernommen, Gratulation! Mein Ziel muss auch hier Podium sein, aber das wird schwierig, auf jeden Fall dann, wenn Rush und Doc doch wieder mitfahren sollten.

#112 Holzkind

Die Idee mit den DTM Wagen zu fahren fand ich sehr gut. Dass die Dinger so scheissempfindlich sind, wusste ich nicht.

Zur Quali:

Ich war mit der Quali äußerst unzufrieden, da mir überhaupt keine gute Runde gelingen wollte. So war meine beste Runde im Qualifying über 1,5 Sec langsamer als meine beste Trainingsrunde. Mit Startplatz 7 war ich und das Team deshalb sehr unzufrieden.

Zum Rennen:

Die Idee mit dem Start durch die Boxengasse war ganz lustig, aber hat das Feld schon zum Anfang sehr weit auseinandergezogen, da die Schnellsten schon lange auf dem Gas stehen konnten, während wir Langsameren uns noch im 1. Gang durch die Boxengasse quälen mussten. Aber egal, das ist der Lohn für ein gutes Qualifying. Zum Rennen selbst. Die ersten 10 Runden liefen recht gut. Bis zum Ende der 7. Runde konnte ich mir mit Phil nen heißen Kampf liefern, und ihn hinter mir halten.

Nach meinem 2. Boxenstopp muss mir das Team irgendwie ganz bescheidene Reifen aufgezogen haben. Ab da ging dann gar nix mehr.
Als dann in Runde 16 nach einem weiteren Ausritt aufs vertrocknete Gras auch noch Grooviak an mir vorbeiging, war’s mit Konzentration und dem Elan vorbei. Ab da war es ein völlig unspektakuläres Rennen für mich, da mein Rückstand auf Grooviak immer größer wurde und mein Vorsprung auf Klete auch.
Während der letzten 7 Runden hab ich dann mein Auto noch 3 bis 4 Mal in den Dreck manövriert, was den Zuschauern bestimmt gefallen hat, dem Team aber überhaupt nicht.
Am Ende stand Platz 8. Team und Sponsor sind sehr unzufrieden. Der Sponsor überlegt die Freigetränke einzustellen, da er aufgrund meiner Leistung davon ausgegangen muss, das ich davon vor dem Rennen zu viel hatte.

Alles in allem ein sehr gebrauchter Renntag für mich und das Team.

#777 grooviak

Normalerweise sind meine Kommentare zum Rennen sehr kurz, da es vom Ende des Feldes nicht viel zu berichten gibt. Um so mehr könnte ich diesmal schreiben, da die völlig ungewohnte Erfahrung, ein bisschen im Mittelfeld mitzumischen, für mich natürlich sehr aufregend war. Ich versuche es trotzdem knapp zu halten, nicht zuletzt aus Bescheidenheit – denn der für mich wirklich gute Rennverlauf war sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass ich TCS verwenden durfte. Zu dieser Maßnahme sah sich die Rennleitung sicherlich durch meine katastrophalen Fahrfehler bei der letzten Bonusround genötigt, um diesmal die anderen Fahrer vor akuter Lebensgefahr zu bewahren. Ansonsten wäre ich vermutlich auch gar nicht an den Start gegangen, da mir alles oberhalb der S-Klasse eigentlich auch empfindlich zu schnell ist.

Durch diese Lizenz zum Cheat0rn, die neben mir soweit ich weiß nur noch Kletorone zugeteilt wurde [Anm.: Cervantes hatte auch keine Lust, auf die Traktionskontrolle zu verzichten], sah ich mich jedoch motiviert, die Höllenmaschinen der DTM unter meine Kontrolle bringen zu können. Ich schaffte es sogar, drei Trainingseinheiten von jeweils 10-15 Runden einzulegen und war mit meinen Ergebnissen einigermaßen zufrieden, konnte ich doch meine Rundenzeiten so um ca. 2 Sekunden senken, bis nah an die 1:34 heran.

Kurz vor dem Start der Qualifikation warf ich nochmal einen Blick auf die offiziellen Regularien, in denen es hieß, dass ABS ebenfalls erlaubt sei. Also entschloss ich mich dazu, auch diese Option zu nutzen, was sich jedoch insgesamt als eher abträglich erweisen sollte. Die Qualifikation lief für mich eigentlich super, da ich meinem defensiven Bremsstil treu blieb und schon nach 10 Minuten eine für mich eigentlich unschlagbare Zeit hingelegt hatte. Da ich mit schwerer Müdigkeit zu kämpfen hatte, die mich in der langen U-Kurve dann sogar durch einen Anflug von Sekundenschlaf ins Kiesbett trieb, beschloss ich meinen Benz dort stehen zu lassen und mir erst einmal einen Espresso zu machen. Als ich wiederkam, war ich erfreut überrascht über die Tatsache, das ich immer noch den sechsten Platz auf dem Startgrid hatte!

Den Start durch die Boxengasse empfand ich als sehr gute Idee, da ich den „Analogstart“ nach einer Aufwärmrunde überhaupt nicht mag. Zudem wurde das Feld so angenehm entzerrt. Ich hatte nämlich einige Sorge, dass ich auf dieser anspruchsvollen Strecke mit ihren vielen Schikanen und Spitzkehren einen der Platzhirsche von der Strecke schießen könnte… und dieses Gefahrenpotenzial war durch meine Positionierung in der Mitte des Rudels nun natürlich noch verstärkt!

Entsprechend groß war meine Aufregung und die ersten Fahrfehler machten sich auch schon bemerkbar. So musste ich p360il relativ schnell den 6. Platz überlassen und fiel dabei auch noch hinter Holzkind zurück. Doch in der 5. Runde klebten wir drei quasi aneinander, da auch die Konkurrenten anscheinend deutlich den Druck spürten und einige Schnitzer begingen. Völlig mit den Nerven am Ende steuerte ich deswegen am Ende der Runde gleich die Box an.

Danach begannen absurderweise meine Probleme mit dem ABS. Beim Bremsen kam ich oft ins Rutschen, was ich mir überhaupt nicht erklären konnte. Eigentlich produzierte ich so einige miese Runden, gleichzeitig gab es anscheinend im Rest des Fahrerfeldes auch einige Aufregung und es kam schon zu den ersten Überrundungen. Ich fuhr dann schon wenige Runden später wieder in die Box und atmete dort erst einmal tief durch. Vielleicht war der doppelte Espresso doch zuviel für meine schwachen Nerven. Anschließend lief es wieder besser, ich hatte für meine Verhältnisse einige sehr gute Runden, die zeitenmäßig aber aufgrund der Überrundungen, bei denen ich übervorsichtig Platz machte, nicht zur Geltung kamen. Meine Vorsicht war jedoch keinesfalls übertrieben, denn es kam mehrfach zu Schockmomenten. Einmal sah ich mich schon im Heck von Cyrax Black kleben, doch hier rettete mich dann wohl doch das ABS.

Ich schloss dann wieder zu Holzkind auf, auch hier kam es einmal beinahe zu einer schweren Kollision, als dieser Probleme beim Beschleunigen aus der langen Kurve heraus zu haben schien (verschaltet?) – doch wieder konnte ich rechtzeitig in die Eisen steigen. Obwohl ich mir eigentlich kaum noch Chancen auf Platz 7 ausmalte, kam ich irgendwie an Holzkind vorbei, und sah anschließend dass sich die Entfernung zu ihm immer mehr erhöhte. Das wunderte mich ein bisschen, da ich selbst auch wirklich schwere Probleme hatte, fehlerfrei zu fahren. Ich kratze mein letztes Bisschen Konzentration zusammen und schaffte es so, den 7. Platz ins Ziel zu retten.

Dies wirft nun natürlich die Frage auf, wie fair es überhaupt war, dass ich mit TCS gefahren bin. Darüber habe ich lange nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich ohne das TCS nicht mitgefahren wäre, und ich hoffe, meine Teilnahme hat doch für die restlichen Fahrer das Event ein wenig bereichert. Zudem ziehe ich für mich persönlich die Konsequenz, dass ich in Zukunft bei allen Klassen unterhalb von R3 wieder komplett ohne Hilfen fahren werde. Und falls möglich, auch durch mehr Trainigseinheiten in den Rennklassen darauf zu verzichten, wenn ich irgendwie das Gefühl habe, die Fahrzeuge einigermaßen sicher bewegen zu können.

Auch die „Weihnachtsfeier“ hat mir gut gefallen, wenn ich das auch wegen Mikroausfalls nicht kund tun konnte. Das lag wohl daran, dass ich vor dem Rennstart noch versucht hatte, den von Gunbound bemängelten Hall zu beseitigen. Das komische Adapterkabel vom CSR Lenkrad ist da irgendwie sehr anfällig. Der krönende Abschluss des Rennjahres war dann für mich, dass ich mich einfach heimlich aus dem Staub gemacht habe um bei der Foto-Runde als erster ins Ziel zu kommen – so konnte ich endlich mal einen Onlinesieg bei FM4 für mich verbuchen! Tja – wenn schon cheat0rn, dann aber auch richtig!!!!1!11! :P

Vielen Dank nochmal an alle Mitfahrer und die Rennleitung!

bilder

Videozusammenfassung des Rennens. Phils Mitschnitte könnt Ihr Euch in seinem Blog und dem Bericht zum Rennen anschauen!

Forza303 Forza305 Forza307 Forza308 Forza309 Forza310 Forza311 Forza313 Forza316 Forza314 Forza126 Forza119

Forza88 Forza89Forza90 Forza87Forza125 Forza124 Forza123 Forza122 Forza121 (1) Forza120 Forza118 Forza117

{FH} #15 A Blast from the Past — Bericht und Bilder

Krilekk im Red-Bull-Subaru — willkommen im Grid!

Gestern fand das erste Forza Horizon-Event des Clubs statt — in A Blast from the Past traten „Evolution“ und „Impreza“ gegeneinander an. An den Start gingen:

#20 cervantes1976 (Mitsubishi Lancer Evo.6 GSR)
#33 gunboundchars (Mitsubishi Lancer Evo.6 GSR)
#85 Manuel1085 (Subaru Impreza 22B)
#957 Krilekk (Subaru Impreza 22B)
#777 grooviak (Subaru Impreza 22B)
#60 p360hil (Subaru Impreza 22B)

Vier Fahrer fanden nicht den Weg in die Aufstellung: #71 der Metatron verborgte seinen Impreza kurzfristig — gib nie (!) den Schlüssel aus der Hand! #88 Fettysoft „hatte unverhofft Besuch“, wir vermuten, dass er nach der Feier seines Podiumsplatzes im letzten Rennen leider offenbar noch nicht konditionsmäßig wiederhergestellt war, #57 DerDuder und #187 Der Gruetz ergaben sich, wie aus unbestätigten Quellen zu hören war, dem Backlog bzw. der Grippe.

Manuel1085 macht sich auf den Weg an die Strecke.

Die Kurzqualifikation hatte keinen Einfluss auf die Startaufstellung — aus unerfindlichen Gründen entschied sich offenbar die Rennleitung kurz vor dem Start, die Ergebnisse zu ignorieren und das Feld so auf die Schotterpiste von Clear Spring Dirt Cross zu schicken. Nichtsdestotrotz konnte Krilekk, einer der Überraschungskandidaten des gestrigen Rennens, eine erste Marke setzen: Er fuhr die zweitschnellste Zeit hinter Cervantes und vor Gunboundchars.

Alles für den Club! Gunboundchars bei der Kurvenfahrt in der Senke.

Ins Rennen über 25 Runden ging es um Mitternacht — auf der spärlich beleuchteten Strecke starteten die Fahrer in die ersten Kurvenkombinationen. Krilekk hielt die Pole über mehrere Runden, gefolgt von Cervantes, Gunboundchars und Manuel. Grooviak hielt den fünften Platz und Phil, was machte der? „Irgendwie habe ich mit dem Tages- und Nachtwechsel meine Sorgen“, gestand er später.

Phils Subaru strahlt in kräftigem Grün.

„Meinen Rhythmus habe ich leider nicht gefunden.“ Grooviak fuhr sein Rennen souverän durch und konnte eine beste Rundenzeit mit konkurrenzfähigen 1:35,742 vorzeigen.

Der zweite Red-Bull-Subaru im Feld: Driftkönig grooviak bei der Arbeit.

„Ich habe mich die ganze Zeit gewundert, weshalb Phil nicht näher zu mir aufschließt, und irgendwann habe ich ihn aus den Augen verloren“, meinte er nach dem Rennen. „Schade war nur, dass ich so mein Rennen fast allein fuhr“.

Nachts sind alle Katzen grau — Krilekk musste unglücklich die Pole aufgeben.

Im Mittelfeld ging es herber zu: Krilekk, abgelenkt durch einen scharzen Kater, der bei Nacht seine Bahn kreuzte, musste nach einem Drittel des Rennens die Führung an Cervantes abgeben. „Ich wunderte mich, weshalb Krilekk so plötzlich an Geschwindigkeit verlor, bis dahin ist er absolut konstant sehr schnelle Zeiten gefahren und ich hatte Mühe, überhaupt näher an ihn heranzukommen“, gab Cervantes nach dem Rennen zu Protokoll.

Cervantes ging im Evolution ins Rennen.

Krilekk äußerte sich leider nur schriftlich zu dem Vorfall, sein Team hatte die Kommunikation über Funk noch nicht im Griff. Gunboundchars, Manuel und Krilekk lieferten sich im zweiten Drittel des Rennens einen spannungsreichen Kampf um die Plätze 2 und 3. „Kein Wunder ist das“, so Gunboundchars nach dem Rennen, „man schießt den ersten Streckenteil im vierten Gang knapp nebeneinander her, ein Fehler im Drift oder beim Einfädeln an dieser verfluchten Tanne und schon liegt man wieder hinten“.

Links ein Baum, rechts ein Baum. In der Mitte, man glaubt es kaum, noch ein Baum. Gunboundchars im Vorbeiflug.

Manuel, der nur ganze zwei Sekunden nach Gunboundchars ins Ziel fuhr, bestätigte das: „Das Bergaufstück im zweiten Streckenteil ist zum Überholen kaum geeignet“, stöhnt er, „man muss der Ideallinie folgen, damit man keine Geschwindigkeit verliert, die Sprünge und Kurvenwechsel haben es in sich“. Gefährlich, so meinte Krilekk nach dem Rennen, sei „nur die weite Linkskurve vor der Kehre zu Start und Ziel“. „Wenn man die nicht im vierten Gang bekommt“, so Grooviak, „schleudert man in die Begrenzung, verliert an Geschwindigkeit und der Rest des Feldes ist vorbei“.

Cervantes war vor allem froh über seine beste Rundenzeit: „Dass mir im Rennen eine tiefe 1:33er gelungen ist, freut mich sehr“.

Cervantes auf dem Weg in die letzte Kehre vor Start und Ziel.

Beim Blick auf die Zeiten nach dem Rennen allerdings wurde schnell deutlich, dass Gunboundchars und Manuel ebenfalls 1:33er Zeiten im Rennen fahren konnten und Krilekk schloss mit einer 1:34er Zeit dicht auf. Gunboundchars kommentierte nach dem Rennen: „Der Rote hat nur noch seinen Vorsprung verwaltet in den letzten Runden.“ „Mitnichten“, entgegnete Cervantes, „ich hatte doch einige Mühe mit den wechselnden Lichtverhältnissen. Den Schock, dass in der Abenddämmerung auf einmal die Innenbeleuchtung im Auto angeht, muss man im Rennen erst einmal verkraften“, lachte Cervantes bei Anbruch der Nacht im zweiten Rennabschnitt.

Der Tag- und Nachtwechsel machte nicht nur Phil zu schaffen.

Seiner Meinung nach macht das die Rennen in Horizon spannend, da man sich auf die neuen Beleuchtungen erst einstellen muss. „Am liebsten waren mit die Vormittagsstunden, in der Morgendämmerung sah man hingegen wegen der langen Schatten nichts auf dem abschüssigen ersten Streckenabschnitt — ein einziges Grausen“.

Im Ziel: Phil kommt erleichtert nach einem harten Rennen an.

Es war ein tolles erstes Horizon-Event und nun weiß die Rennleitung, auf welche Details beim nächsten Rennen zu achten ist. Vor allem der Tages- und Nachtwechsel macht das Fahren spannend und unterhaltsam.

Wir hoffen, dass Ihr wieder mit dabei seid.

gunboundchars und cervantes

P.S. Bilder der Fahrzeuge werden nach und nach noch ergänzt.

#20 cervantes1976

Das Training vor dem Event hat sich gelohnt, die Erfahrung mit Forza Motorsport 4 ausgezahlt. Das Fahrverhalten auf Schotter in den Ralleyfahrzeugen ist großartig, es macht mir persönlich riesigen Spaß, den Evolution bergauf und bergab um die Kurven zu wuchten. Bereits im Qualifying konnte ich gunboundchars einige Zehntel abzwicken, auf Krilekk musste man nach der Qualifikation achten. Im Rennen startete ich aus der letzten Reihe, Pole hin oder her, nun war das egal und schon in der ersten Linkskurve vergessen: Zum Glück saß offenbar bei allen Fahrern Fairness auf dem Beifahrersitz. Krilekk ging auf und davon, während ich einige Kurven brauchte, um zu ihm aufzuschließen. Schade war, dass er nach dem ersten Renndrittel seine Pace nicht mehr gehen konnte, das Rennen versprach bis zu diesem Zeitpunkt sehr, sehr spannend und nervenaufreibend zu werden. Mit der Fahrt auf die erste Position konnte ich dann das Rennen genießen, 8 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger konnte ich eigentlich immer halten – erst in der Schlussphase schlichen sich nach und nach kleine Fehler ein, die an und für sich kaum spürbar sind. Aber: Forza Horizon ist trickreich, zwei Sekunden lässt man eben doch bei jeder Berührung der Leitplanken liegen, auch wenn einen das Spiel nicht spüren lässt. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz fällt es dann aber eben doch auf, wenn man plötzlich von hinten ausgeleuchtet wird.

Ich hätte so einiges darum gegeben, im Mittelfeld mit um das Podium zu kämpfen. Jeder Blick auf die Rangfolge zeigte eine andere Abfolge zwischen Krilekk, Manuel und gunboundchars. Höhnische Kommentare der Marke „dann fahre doch langsamer“ hielten mich aber dennoch nicht davon ab, den Sieg anzustreben.

Ich kann allen Zweiflern nur empfehlen, sich an den Rennen in Forza Horizon zu beteiligen. Die Stimmung ist großartig, das Setting abwechslungsreich, das Fahrgefühl hinreichend differenziert (wenn auch anders als in FM 4): Wenn man ein paar Runden (sagen wir 35) auf einer Schotterpiste fährt, kann man ebenso gut abschätzen ob und wie schnell man unterwegs ist, an welcher Stelle man Zeit verliert etc.  Anders als in FM4 muss man aber Fahrzeuge, Klasse und Strecke passgenau auf einander abstimmen. Mein großer Dank geht deshalb an gunboundchars, der das Setting zurechtlegte.

#33 gunboundchars

Konfus und Adrenalin fördernd zugleich, so oder so ähnlich ist wohl die Zusammenfassung des Rennwochenendes. Konfus, weil sich trotz großem mündlichen Andrang und 10 festen Anmeldungen dennoch nur 6 Fahrer im Grid wiederfanden.

Natürlich kamen Zweifel auf ob Renndistanz und Setting den gewünschten Effekt haben bei dieser doch recht niedrigen Teilnehmerzahl. Doch die Fahrer waren gut gelaunt und niemand dachte auch nur ansatzweise daran, nicht an den Start zu gehen, wurde doch sichtlich Mühe in die Designs der Autos gepackt. Auch wenn es ein offenes Geheimnis war, dass so gut wie keiner auch nur einen Traningsmeter gefahren ist, wurde das so gut wie möglich mit Selbstbewusstsein verschleiert. Egal ob Krilekks Kimi Raikönnen Taktik, einfach nichts zu sagen, oder lautstarkes Imponiergehabe ala Grooviak „Der zweite ist der ERSTE VERLIERER, einself!“

Die Qualifikation lief recht mittelprächtig: Fehler in der schnellen Runde und eine nicht ganz saubere Linie beförderten mich in die 2te Startreihe auf Platz 3, was jedoch eh hinfällig war da die Rennleitung lieber die Würfel hat entscheiden lassen was die Startposition angeht. Der Start war an sich ok, konnte noch gerade so gedanklich den Hebel umlegen, was das Pulkfahren angeht, damit es zu keiner Kollision kommt. Und direkt wurde klar: Gottlob dem, der Freie Bahn hat, weil im Verkehr höchste Vorsicht geboten war und den Gedanken in den Schikanen Ideallinie zu fahren, sollte man auch ganz schnell an Seite packen.

Aber auch wenn man massig Zeit liegen gelassen hat im Kampf, war es schön zu sehen, dass trotz rutschigem Untergrund und fehlenden Rückspiegeln faires Fahren durchaus möglich ist. Hilft aber alles nix, wenn man wie ich in den ersten 5 bis 6 Runden überhaupt keine Pace hat, ich hab einfach keine vernüftige Linie gefunden und dümpelte so auf Platz 5 rum und konnte gerade so in der Ferne noch Grooviaks Red Bull Impreza erkennen. Nach Anbruch des Tages wurden auch meine Rundenzeiten besser und die Erkenntnis kam, dass der 4. Gang Gold wert ist und Bremsen überbewertet sind. So holte ich Stück für Stück auf Grooviak auf und konnte ihn schließlich auch überholen.

In der Zwischenzeit hatte sich Cervantes an die Spitze gesetzt und ich konnte auf Krilekk und Manuel aufschließen, da sie der Kampf um Position 2 deutlich Zeit kostete. Als Krilekk sich drehte, erbte ich Platz 3 und als Bonus war ich nun direkt an Manuels Heckspoiler, da dieser ordentlich Boden verlor bei dem Versuch, Krilekk auszuweichen. Von nun an sollte sich ein harter Kampf entwickeln, der die letzten 2 Renndrittel anhalten sollte. Durch einen kleinen Fehler konnte ich mich an Manuel vorbeidrücken, doch abschütteln lies er sich nicht, wir fuhren quasi das komplette Rennen identische Zeiten und die Position wechselte mehrfach. Grund waren oft kleinere Fehler wie Madame Leitplanke oder Kollege Baum, mit dem ich persönlich satte vier Mal das Vergnügen hatte.

Fünf Runden vor Schluss konnte ich mich wieder vor Manuel positionieren, der dann noch zwei Runden lang direkt an meinem Heck schnupperte, dann aber vermutlich wegen Konzentrationsproblemen abreißen lies. Mit der Konzentration hatte ich zu meiner Verwunderung keine Probleme und ich konnte eine schnelle Runde nach der anderen hinlegen. Was sich auf einmal dadurch widerspiegelte, dass ich zum ersten Mal sowas ähnliches wie einen Vorsprung auf Manuel hatte und der der rote Evolution mit der #20 wieder in meinem Sichtfeld erschien. Vermutlich hatte der Führende sich mehr von seinem 12 Sekunden Polster versprochen, als das er in den letzten Runden nochmal pushen muss. Am Ende war es dennoch nur Positionsverwaltung, weil näher als 2,9 Sekunden kam ich bis zur Ziellinie doch nicht mehr dran.

Dennoch bin ich mit Platz 2 zufrieden, nach knapp 18 Runden adrenalinförderndem Positionskampf darf man das, glaube ich, auch sein. Ich freue mich sehr auf das nächste Rennen und hoffe das es ne ähnlich enge Kiste wird.

#60 p360hil

Noch eine kurze Stellungnahme meinerseits: Bereits das Qualifying begann verheerend. Eine nicht gerade schmeichelhafte 1:48 zeigten die weißen Pixel, als ich mich gerade noch vor Ablauf des “Zeit-bis-zum-Rennende”-Countdowns ins Ziel retten konnte. Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, betrug mein Rückstand auf Platz 5 also gute zehn Sekunden.

Während ich mir noch überlegte, was das heute noch werden wird, startete auch schon das Rennen. Dank einer etwas konfusen Rennleitung stand ich aber nicht auf Startplatz 6, sondern auf der 3, doch bereits nach zwei Kurven bestätigte sich das Befürchtete: Ein Mithalten mit den Führenden fünf war nicht drin, nicht mal ansatzweise.

Doch „rechts ran fahren und aus dem Cockpit steigen“ war natürlich keine Option, darum setzte ich mir als Ziel, bis zum Rennende eine um mindestens zehn Sekunden schnellere Rundenzeit zu erreichen, als im Qualifying. Und tatsächlich: Ab Runde 10 verbesserte sich meine Zeit von Runde zu Runde um fast eine Sekunde – bis zu einer … 1:39. Na gut, fast. Hätte die Konzentration in den letzten Runden nicht nachgelassen: Ich weiß nicht, was das Geheimnis war, aber Cervantes fuhr wie ein Irrer – und wäre er die letzten beiden Runden genauso sauber gefahren, wie davor, hätte er mich wahrscheinlich kurz vor seiner Zieldurchfahrt sogar noch ein zweites mal überrundet, aber das konnte ich gerade noch verhindern.

Insgesamt fehlte mir das Training, wenn ich bereits vor dem Rennen 25 Runden trainiert hätte, wäre ich womöglich mit einer Rundenzeit von 1:39 – … naja, auch vom letzten Platz – gestartet, aber vielleicht hätte ich mich ja dann während des Rennens ebenfalls um neun Sekunden verbessert und … – na gut, das ist jetzt Utopie ;)

#957 Krilekk

Nach ein paar Aufwärmrunden auf der falschen Strecke ging ich mehr oder weniger kalt ins Qualifying und fuhr auf Anhieb eine gute schnelle Runde. Ins Rennen ging es dann von Platz 3, noch im ersten Umlauf schob ich mich auf den ersten Platz und konnte mit guten Rundenzeiten die Konkurrenz auf Abstand halten. Cervantes blieb aber mein Schatten, mehr als zwei Sekunden betrug der Abstand nach hinten nie. Nach rund einem Drittel wurde ich durch äußere Umstände aus dem Konzept gebracht und drehte mich in den schnellen Bergab-S-Kurven. Cervantes zog vorbei. Ich wollte gerade meine Aufholjagd starten, da saßen mir auch schon gunboundchars und Manuel im Nacken. Es entbrannte auf den nächsten fünf Runden ein heißer Kampf um die Plätze 2 bis 4, an dessen Ende ich nach mehreren kleineren Fehlern abreißen lassen musste. Einmal abgehängt ging nichts mehr, weder nach vorne, noch nach hinten. Immerhin fing ich mich nach einigen Runden zumindest so weit, dass sich der Abstand nicht mehr weiter vergrößerte, ich blieb sieben Sekunden hinter Platz 3. Nach einem weiteren Dreher war aber auch das gegessen.

Generell bin ich mit meiner Performance in der zweiten Rennhälfte äußerst unzufrieden, auch die Rundenzeiten hätten besser sein können. Diesmal war ich noch mit automatischer Schaltung unterwegs, das hat mich gerade beim Rausbeschleunigen aus der Spitzkehre und vor Start/Ziel einige Zehntel gekostet. Potenzial ist also noch vorhanden. Alles in allem war es ein aufregendes und spannendes Rennen. Wenn es noch zehn Runden länger gedauert hätte, wäre sicher ein Dreikampf um Platz 1 entbrannt.

{BR} #14 ALIEN vs PREDATOR — Ergebnisse & Bilder

Gestern war es soweit — #8 Cyrax Black rief zu einer seiner mittlerweile berühmt berüchtigten Bonusrounds. Was man sagen kann: 1) Er liebt die Überraschung, 2) er hat eine Vorliebe für amerikanische Wagen und 3) er hat eine gewisse sadistische Ader. Zwei von drei Merkmalen treffen auf seine Bonusrounds immer zu — gestern standen wohl Nr. 2 und 3 an: Viper ’13 und Saleen Raptor S5S lieferten sich ein Duell in ALIEN VS PREDATOR auf Sunset Peninsula Full Circuit Reverse.

Forza Horizon warf seine langen Schatten voraus, wirft sie immer noch, und so gingen wir nur mit einem kleinen Starterfeld ins Rennen. Dank #777 grooviak und #70 RushOliver, die sich kurzfristig auf das Wagnis einließen, standen insgesamt acht Fahrzeuge im Grid.

Nach einer zehnminütigen Qualifikation ging das Feld ins Rennen — 26 Runden inkl. einer Einführungsrunde und zwei Stopps lagen vor Raptor und Viper. Bemerkenswert war die Steigerung der Leistung einiger Fahrer: Kletor etwa verbesserte seine Rundenzeit im Rennen gegenüber der Qualifikation um ganze 8 Sekunden!

Den ausführlichen Rennbericht liefert dieses Mal gunboundchars, meine Aufgabe ist mit der kurzen Einführung und einer kleinen Harke gegen die Fahrzeugwahl getan ;D

cervantes1976

Der Anfang:

Es ist wieder soweit: Racing Time! Cyrax “Papa Ben 10“ Black lädt ein zum Rennen #14 des Three Frames Club im sonnigen Peninsula. Es ist eine Bonusround, die auf den Namen AVP (Alien VS Predator) hört. Ein verheißungsvoller Name für ein Rennen von einem anderen Stern?

Wer jemals einem TFC-Rennen beigewohnt hat, der weiß, dass es definitiv zwei Dinge nicht gibt: 1) Langeweile und 2) “Normalität“.

So sorgte auch dieses Rennen im Vorfeld schon für Wirbel im Fahrerlager, das wohl ganz unter dem Zeichen Arbeitsverweigerung lag. Hatten die Fahrer doch alle ihre ganz persönliche Meinung zu den zwei Fahrzeugen, die heute auf dem Programm standen: die neue 2013 Viper und der Prototyp Saleen S5S Raptor (auch als Ethanolschleuder bekannt).

„Egal wer gewinnt, wir verlieren!“, hört man es in der Boxengasse grummeln. „Amis können einfach keine Autos bauen!“, gibt Starfahrer OnkelDoc zu Protokoll. „Die taugen höchstens als PinUp Motive!“, fügt Vize-Präsident und Mama für alles, Cervantes1976, hinzu.

Und somit gestaltete sich die Suche nach der, von der Rennleitung geforderten, Mindestanzahl von 8 Fahrern etwas schwierig. Fehlte doch ein großer Teil der Stammbesetzung (ob es wohl an den Autos lag?). So entschied sich Hawaii22 spontan, wieder auf seine Mutter zu hören: „Um 21 Uhr liegst du mir aber im Bett, Freundchen!“, hieß es. „Ja, Mama!“, erwiderte Hawaii22 mit gesenktem Haub. Einige Fahrer wollen trotz gesenktem Kopf ein hämisches Grinsen in seinem Gesicht erkannt haben. Manuel entschied sich, sein Studium einfach nochmal von vorne zu beginnen. Alkuk schloss sich auf der Toilette im Motorhome ein, Duder sind aus Versehen Murmeln in seinen Tank gefallen und Edner hatte ein Date mit dem Fernseher. „Als Nascarfan darf ich einfach keine Rennübertragung auslassen!“, sagte die Berliner Rennlegende.

Schlussendlich kam der Grid dann doch noch auf seine Fahreranzahl. Kurzentschlossen gesellte sich Clubopa RushOliver zum Starterfeld dazu. „Die Karren fahren sich zwar wie nicht von dieser Welt, aber das passt ja gut zum Thema heute.“, so Rush zur Presse.

Auch Clubveteran Grooviak konnte nicht einfach zusehen, wie das Rennen kurz vor der Nichtzulassung stand. „Ich bin zwar Meister aller Klassen, aber Amischlurren sind für mich nur Bobbycars mit rangetackerten Raketentriebwerken auf Glatteis. Dennoch kann ich aus Liebe zum Club nicht zulassen, das dieses Rennen nicht stattfindet!“

Künstler, Pionier und Erzwinger der Starterlaubniss: Grooviak

Somit besteht das Fahrerfeld aus RushOliver, Grooviak, Cervantes1976, Fettysoft, Cyrax-Black, P360hil, Kletorone, Gunboundchars und OnkelDoc. OnkelDoc? Wohl eher doch nicht. Tatsächlich tauchte Starfahrer und Prinzipienreiter Doc im Grid auf, aber nicht wie erhofft, um sich für die Qualifikation aufzustellen, sondern lediglich, um die Gridgirls abzuschleppen, mit denen er sich anschließend im Motorhome ausgiebig vergnügte.

Die restlichen Fahrer warfen sich verwirrte Blicke zu und machten sich zur Qualifikation bereit!

Die Qualifikation:

Rennen des Three Frames Club sind nicht “normal“ und so gibt’s auch diesmal eine faustdicke Überraschung! Die Qualifikation startet pünktlich auf die Minute! Die Qualifikation, recht kurz angesetzt, verlangte schnelles Klarkommen mit dem fahrbaren Untersatz ab. Was gerade für Grooviak und Cervantes keine leichte Aufgabe war, sind beide doch nicht einen Testmeter gefahren.

Die Wagenaufteiliung sah wie folgt aus: Für die Viper haben sich Fettysoft, Gunboundchars und Kletorone entschieden. Mit dem Raptor fuhren Rush, Phil, Cervantes, Grooviak und Cyrax-Black.

Wie erwartet trieb die kurze Qualizeit den Fahrern schnell den Schweiß auf die Stirn, schafften die meisten doch erst in der allerletzten Runde den Fluch des “!“ hinter sich zu lassen. Lediglich Phil musste mit einer unsauberen Runde leben und wurde auf den letzten Platz strafversetzt. Für die größte Überraschung hingegen sorgte Organisator Cyrax-Black, der sich mit einer Fabelzeit die Pole vor Rush sicherte.

Überraschender Polesetter

Startaufstellung:

1)    Cyrax-Black

2)    RushOliver

3)    Fettysoft

4)    Gunboundchars

5)    Cervantes1976

6)    Grooviak

7)    Kletorone

8)    P360hil !

Das Rennen:

Als alle Fahrer ihren Platz im Grid gefunden hatten (was diesmal ohne Gridgirls deutlich länger dauerte als gewohnt), ging es auch direkt los in die Einführungsrunde. 25 Runden und 2 Pflichtstopps standen auf der Tagesordnung und die psychologische Kriegsführung begann schon vor Rennstart, da einige Fahrer meinten, schon mal in der Einführung ein bisschen Lackaustausch betreiben zu müssen.

Zur Überraschung aller gab die Rennleitung ein spontanes Voting frei. „Stehender oder fliegender Start?“, hieß die Abstimmung. „STEHENDER START!!!!1111EINSELF“ hört man es aus dem roten Saleen mit der Nr. 20 „Stehender Start, das hab ich bis zum Abwinken geübt!“, hörte man den Club-Vize betteln. Nach dem Motto „challenge accepted“, stimmten alle Fahrer für den stehenden Start.

Und siehe da: Während Fetty und Kletor dachten, das R auf dem Schaltknüppel steht für Racing, legte Cervantes einen blitzsauberen Start hin. Gunboundchars freute sich hingegen wie ein kleines Kind, verschwendete keinen Gedanken an einen sauberen Start und schickte seine Viper direkt mal mit 8000 Umdrehungen auf der Hinterachse ins Rennen. Cyrax konnte seine Pole vor Verfolger Rush behaupten.

1 Viper, 2 Streifen!

Phil konnte ebenfalls mit einem Superstart punkten und machte seine unsaubere Runde in der Quali gleich wieder wett, indem er sich an Kletor und Grooviak vorbeikatapultierte.

Cervantes, der sich sowohl an Fetty als auch an Gun vorbeidrücken konnte, musste seine erkämpften Plätze bereits in Kurve 3 wieder abgeben, als er sich mit seinem Saleen durch den Rasen mähte. Kurz darauf an gleicher Stelle muss auch Grooviak Kletor ziehen lassen.

Dreikampf in der Steilkurve

Kurz drauf überschätzt Rush ein wenig die Beschleunigung seines Raptors und setzt zum Überholen auf Cyrax an, drückt diesen dabei aber in die Mauer und zieht vorbei. „Schiebung, alles Schiebung!“, so Black kurz nach dem Rennen. „Ich konnte ja nicht ahnen, dass Cyrax weiß wo das Gaspedal ist, ich dachte der wollte da parken, den Rest müssen sie mit Herrm Totem Winkel besprechen.“, so ein gelassener Rush.

Cervantes, der zum ersten Mal, seit Clubgründung, einen Wagen mit Ottomotor fährt, anstatt Fluxkompensator only, hat sichtlich Probleme, die Power dieser für ihn neuen Antriebsart in den Griff zu bekommen. So kommt es, dass er nach seinem Ausritt ins Gras ein paar Kurven später den Wagen bei der Schikane vor S/Z in den Reifenstapeln parkt. Ein Geschenk, das Phil mit Kusshand entgegennimmt. „Es ist Wahnsinn was diese moderne Technik (Ottomotor) für eine Leistung bringt, aber ich bin gewillt mich, in Zukunft daran zu gewöhnen.“ So ein motivierter Cervantes nach dem Rennen.

Doch bereits auf der Start/Ziel Graden muss Phil seinen Platz wieder an Cervantes abgeben.

Während Cervantes, Phil, Kletor und Grooviak allesamt mit Respektabstand hintereinander herfahren, liefern sich an der Spitze Cyrax und Gun ein nervenaufreibendes Duell Stoßstange an Stoßstange. Das kann am Ende von Runde 5 Gun für sich entscheiden (Platz 2).

Fettysoft hat ein bisschen an Boden verloren, setzt aber alles daran, wieder aufzuschließen.

In Runde 6 läutet Cervantes die erste Reihe an Boxenstopps ein. Derweil kann Gun ein wenig auf Rush aufschließen und Fetty hat Cyrax erreicht.

In Runde 9 geht Fetty zu seinem ersten Stopp, was Cyrax wieder etwas Luft macht. Ab Runde 10 hat Rush offenbar seine Pace gefunden und macht sich auf und davon mit einem Grinsen Richtung Sieg.

Um nicht im Verkehr stecken zu bleiben, schiebt Fetty bereits in Runde 11 seinen zweiten Stopp nach. Und startet eine beeindruckende Aufholjagd.

In Runde 13 entscheidet sich auch Cyrax in die Box zu kommen, da er das Tempo von Gun nicht mehr mitgehen kann, und hofft auf einen frischen Satz Reifen.

Das hintere Feld ist weit auseinander gezogen, so dass es nicht wirklich zu echten Zweikämpfen kommt, lediglich auf Überrundungen muss geachtet werden, daran ändert auch Kletors kleines Nickerchen in Runde 13 nichts. „Mein Renningenieur hat mich abgelenkt. Ich sagte ihm noch, siehst du nicht dass ich ein Rennen fahre?! Aber da war es schon zu spät und ich sah nur noch Mauer um mich rum.“, so Kletor auf die Frage was geschehen sei.

In Runde 15 entschließt sich auch die Spitze, zu ihrem ersten Stopp zu kommen. Während Rush nichts mehr zu halten scheint, versucht Gun nun seinen Abstand nach hinten aufrecht zu halten. Cyrax, der in der gleichen Runde zu seinem zweiten Stopp kommt, muss sich Fettysoft geschlagen geben, der ihn an der Boxenausfahrt kassiert und mit Überschuss direkt einen Vorsprung rausfahren kann.

Rennstrecke VS Boxengasse

Unzufrieden mit der aktuellen Reifenmischung kommen Rush und Gun in der nächsten Runde sofort zu ihrem zweiten Stopp. Während Rush relativ unbekümmert weiterfahren konnte, hatte Gun nun Fetty sofort im Kofferraum. Hinzu kamen Probleme mit den kalten Reifen und Überhitzung der Bremsanlage. Das Ergebnis sind gravierende Verbremser und Fetty schiebt sich auf P2. Gun, der jetzt durch den Platzverlust nochmal extra pusht, überfährt das Auto und bringt es fast zum Überschlag. Er kann es gerade so abfangen, muss aber mit einem Einschlag in die Reifenstapel vorlieb nehmen.

Guns Podestplatz droht zu kippen

Cyrax packt die Gelegenheit beim Schopf und zieht an Gun vorbei.

Im hinteren Feld hat sich nun endgültig alles festgefahren: P5 Cervantes gefolgt von Phil, Kletor und Grooviak. Vorne beobachtet man ein Doppelduell: Fetty holt nämlich mit Riesenschritten auf Rush auf und auch Gun hat die Jagd auf Cyrax wieder eröffnet.

Welch ein fulminantes Finale! Sollte Rush vier Runden vor Schluss seinen sicher geglaubten Sieg noch verlieren? Nein! Die letzten Überrundungen haben Fetty zu viel Zeit gekostet und Rush kann den Sieg sicher nach Hause fahren. Zu der Frage, wie so eine grandiose Aufholjagd möglich war, erwiderte Fettysoft: „Ich hab wohl einfach Glück gehabt, abgesehen davon hab ich es mal mit Wicküler anstatt Super+ probiert, ich meine, wenn die anderen da ihr Ethanolzeug in den Tank kippen dürfen, wird Wicküler wohl auch gehen!?“ Damit hatte die Presse nicht gerechnet, aber ein kurzer Blick ins Regelwerk verrät uns, kein Artikel oder Paragraph verbietet es, Wicküler in den Tank zu schütten, somit keine Strafe für Fettysoft.

Während für Rush alles gut lief, musste Cyrax doch noch 2 Runden vor Schluss die Segel streichen, als Gun ihm das Podest vor der Nase wegschnappte. Cyrax Kommentar zum verlorenen Podest: „Schiebung, Schiiiiiiiieeeebbbbuuuuuuuunnggg!!!“

„Es war ein Riesenspaß in der Jägerposition zu sein, und ich bin sehr zufrieden mit meinem Rennen, schade dass ich durch die kleinen Schwierigkeiten nach dem Boxenstopp den zweiten Platz nicht halten konnte. Aber Glückwunsch an Fettysoft, er hat sich den zweiten Platz echt verdient, Superleistung!“, so ein gelassener Gun nach der Siegerehrung.

Kai Ebel: „Rush bitte sagen sie uns was zu Ihrem Sieg!“

Rush: „Es war mir von vornerein klar, dass die Pole von Cyrax-Black nur ein One Hit Wonder sein konnte, ich habe zu keinem Zeitpunkt im Rennen an meinem Sieg gezweifelt!“

Kai Ebel: „Vielen Dank!“

Fahrer Fahrzeug Beste Runde Total
#70 RushOliver Saleen Raptor 01.34,128 43.24,487
#88 Fettysoft Viper ’13 01.33,697 43.35,727
#33 gunboundchars Viper ’13 01.35,336 43.48,165
#8 Cyrax Black Saleen Raptor 01.35,234 43.50,931
#20 cervantes1976 Saleen Raptor 01.37,064 45.11,471
#60 p360hil Saleen Raptor 01.38,055 45.48,049
#17 Kletorone Viper ’13 01.38,917! 47.05,631
#777 grooviak Saleen Raptor 01.42,322 48.03,579


#20 cervantes1976

Ich mache keinen Hehl daraus, dass ich den Ankündigungen von Cyrax skeptisch gegenüberstehe — gut organisiert wird man hier stets in fast unbeherrschbaren Bude auf schmierigen Asphalt geschickt. Aber sei es drum, Rennen ist Rennen! Für die Vorbereitung hatte ich leider aus verschiedenen Gründen kaum Gelegenheit, das Setup zog ich mir eine halbe Stunde vor Start und ich weiß nicht, warum ich mich für den Saleen entschied, aber nach dem Qualifying wäre ein Wechsel denkbar ungünstig gewesen.

Qualifikation

Mit meinen Rundenzeiten sah ich kaum Land. 1.37er Zeiten reichten für Platz 5.

Rennen

Gut kam ich weg, 4.000er Umdrehungen nahm auch der Saleen ohne Murren an, zumindest fast. Zeitiges Hochschalten besorgte den Rest und ich konnte noch vor der ersten Linkskurve die beiden Viper hinter mir lassen (Gun & Fettysoft). Zarte Verbremser in der ersten ernst zu nehmenden Schikane, eine Fahrt durchs Kies und ein Fetty später, den ich beim Herausfahren kurz touchierte (was zum Glück keine Folgen hatte), machten alle falschen Träume von der Fahrt im vorderen Mittelfeld zu nichte. Auch meine sonstigen Rundenzeiten sahen eher nach Verwaltung meines Platzes aus als danach, dass ich irgendwie an den ersten vier Plätzen dranbleiben konnte.

So wechselte ich mit Phil die Positionen, hatte im späteren Rennverlauf arge Mühe (!), mich an Kletorone in der Viper heranzuarbeiten, was mir sehr großen Respekt abnötigt! Ein Blick ins Ergebnis offenbart, dass er nur unwesentlich langsamer als ich unterwegs war, was die beste Rundenzeit betrifft.

Fazit:

Ohne Übung geht nichts bei Forza. Ich musste so stark abreißen lassen, dass es mich fast gruselte :D Beim nächsten Event — wir haben da noch einige Ankündigungen in der Pipeline — bin ich aber besser vorbereitet.

P.S. Die neue Leitung ist ein Segen und ich werde nun, in genau geplanten Abständen, RushOliver nicht nur sleenigen Ideen und Custom Soundtracks erfreuen, sondern möglicherweise auch mit der ein oder anderen Live-Darbietung im Vorfeld des Rennens (^^).

#60 p360hil

Da ist Forza Horizon gerade einmal eine gute Woche veröffentlicht, und schon ist so ein ernsthafteres Rennen im guten „alten“ Forza Motorsport 4 eine willkommene Abwechslung.

Wobei ein wenig mehr Training, insbesondere mir, nicht geschadet hätte. Doch kaum war das Qualifying vorbei, kam ich tatsächlich ganz gut mit dem Saleen Raptor zurecht. Insgesamt war ich aber natürlich weit von einer Top-Leistung entfernt.

Dank meiner souveränen Leistung im Qualifying startete ich die Einführungsrunde also mit Blick auf das Feld bestehend aus sechs Aliens und zwei Predator, oder anders herum?

Tja, und dann ereignete sich auch schon der Höhepunkt des Rennens (für mich). Und zwar bevor das Rennen überhaupt begonnen hatte, oder besser gesagt während das Rennen begann: der Start! Das war mehr oder weniger das Einzige, was mein Rennteam hätte loben können, denn ich konnte direkt von Platz 8 auf Platz 6 vorrücken. Wobei es dann auch blieb.

#70 RushOliver

Zwei Stunden vor Rennstart saß ich am Laptop und las von Guns letztem Aufruf zum Rennen und entschloss mich kurzerhand dann doch mitzufahren. Da ich den Raptor und die Viper aus dem letzten Training kannte, entschloss ich mich für das kleinere Übel dieser im Grunde unfahrbahren Untersätze und stieg im Raptor ein.

Vor dem Qualifying hatte ich schon die Befürchtung, dass mir die ersten Stunden mit Forza Horizon das notwendige Feingefühl geraubt hatten und so war es auch. Die ersten 7 Minuten des Qualifyings hatte ich große Probleme, eine saubere Runde mit diesen Vehikeln hinzulegen, aber kurz vor Ende gelangen mir dann 2 saubere Runden. Dass Mr. “One-Hit Wonder” Cyrax mir mit seiner letzten Runde die Pole klaute, machte mich nicht nervös. Ich war mir sehr sicher, dass er wegen der Unfahrbarkeit dieser Beleidigungen des modernen Automobilbaus desöfteren einen Fahrfehler einbauen wird.

Beim Start hatte ich etwas zuviel Wheelspin, aber ich konnte an Cyrax dranbleiben. Nach Kurve 5 sah ich wie Cyrax unmittelbar vor mir beim Herausbeschleunigen der Arsch auf Grundeis ging … ach nee, es war nur starkes Übersteuern … und ich weitaus besser beschleunigte. Laut Cockpitperspektive war ich an ihm vorbeigezogen und wollte für die darauffolgende Rechts zurück auf die Ideallinie. Erst in der Wiederhohlung sah ich, dass ich nur eine Motorhaube vor Cyrax lag und wir uns deshalb leicht berührten. Ich weiß aber gar nicht, warum er sich so aufregte, er hatte doch so oder so keine Chance … aber er neigt schließlich laufend zur Selbstüberschätzung.

Einmal vorbei, konnte ich mich recht schnell etwas absetzen und fuhr sofort 3-4 Runden die fast 1 Sekunde unter der Pole-Zeit lagen. Von da an versuchte ich, so fehlerfrei wie nur möglich meine Runden zu drehen und versuchte erst gar nicht das Letzte aus dem Vehikel zu quetschen. Anhand der Positionsanzeige konnte ich aber erkennen, dass Mr. “One-Hit Wonder” genau das machte, was ich schon im Vorfeld vermutete, denn plötzlich lag Gunbound auf Platz 2. Der kam im Laufe der nächsten Runden auch etwas näher, aber ich hoffte darauf, dass er seine Viper wohl früher oder später in die Botanik schicken wird … ich sollte Hellseher werden.

Irgendwann im letzten Renndrittel war dann plötzlich Fettysoft auf Platz 2 und der schien aus einer Bierlaune heraus irgendwas Illegales an seiner Karre angebracht zu haben. Hoffte ich zunächst ebenfalls auf den üblichen Fahrfehler meiner Kontrahenten, blieb der diesmal einfach aus und mein Vorsprung schmolz im Zeitraffer zusammen. Plötzlich war ich gezwungen, in den letzten 4 Runden nochmal auf Quali-Modus umzuschalten, was dann gerade so ausreichte, um den Vorsprung zu halten. Fast wäre mir mein Sicherheits-Bummeltempo zum Verhängnis geworden, zumal der Raptor mit Lenkrad sehr anstrengend zu fahren war und ich in jeder Kurve bemüht sein musste, vorsichtig einzulenken und das Gaspedal beim Herausbeschleunigen zu streicheln. Kein Vergleich zu meinem Standard-Porsche, den ich zu Testzwecken locker 3 Sekunden schneller um den gleichen Kurs prügeln kann. Hut ab vor Fettysoft, der mit seiner Viper im Verlauf des Rennens wohl eine Art sexuelle Beziehung eingegangen sein muss, die Verschmelzung zeigte sich deutlich in den immens gesteigerten Rundenzeiten. Allerdings roch Fetty nach dem Rennen enorm nach Bier … und seine Karre erst.

#88 Fettysoft

Zur Qualifikation:

Das recht kurze Qualifiying konnte ich mit einer 1.35,xxx abschließen. Das bedeutete Startplatz 4 hinter Gun, der ebenfalls auf der Viper unterwegs war. Für mich sehr überraschend war, dass sich Cyrax auf die Pole Position setzen konnte. Starke Leistung! Immerhin hat er den Dauersieger Rush auf Platz zwei verdrängt.

Ich war eigentlich ganz zufrieden mit meine Runde, da ich am Trainingstag mit der Viper sogar langsamer war. Ich hatte im Training den Saleen getestet und damit eine 1.35 geschafft, mit der Viper war’s nur eine 1.36. Trotzdem entschied ich mich für die Viper, da sie sich für mich irgendwie besser anfühlte. Bis auf den einen offiziellen Trainingslauf konnte ich nicht testen und war deshalb auch zufrieden.

Zum Rennen:

Gleich am Start musste ich Cervantes vorbeilassen, da ich mich mit der Kupplung vertan hatte. Er hatte ja angekündigt, dass er das Starten perfektioniert hat. :) Es dauerte nicht lang und er musste mich wieder vorbeilassen, da sich der Saleen so wunderbar fahren ließ. Ich konnte an den um die Position 2 kämpfenden Gun und Cyrax heranfahren, hab mich aber arg zurückgehalten, um hier nicht einzugreifen. Ich wollte dann eigentlich gleich in Runde 5 in die Box gehen, um mich davon nicht ablenken zu lassen, machte aber bereits vorher einen Fehler, durch den ich ein wenig Boden verlor. Da zwei miteinander Kämpfende nie wirklich schnell sind, hatte ich auch bald wieder aufgeschlossen und entschied mich in Runde 7 oder 8 in die Box zu fahren. Nach dem Stopp lief es gar nicht mehr so rund. Ich musste einen schlechten Reifensatz erwischt haben. Ich lieferte zwei oder drei schlechte Runden ab und wechselte erneut die Reifen. Ich blieb trotz meinen Stopps auf P4 und versuchte, die 1200 m auf Cyrax aufzuholen. Es lief dann wieder halbwegs gut und nachdem Cyrax seinen ersten Stop gemacht hatte, waren es nur noch knapp 600m Rückstand. Cyrax ging dann auch bald wieder zum Stopp und dann reichte es für mich zu P3, denn er kam erst 200 m hinter mir auf die Strecke zurück.

Mit Gun klappte dies leider nicht. Er hatte, als er vom zweiten Stopp zurück auf die Strecke kam, noch etwa 250 m Vorsprung. Ich konnte mich aber weiter ranarbeiten und ihn im scharfen Rechtsknick, den er etwas zu spät anbremste, überholen. P2 war mein und ich konnte mich sogar noch absetzen. Dies verdanke ich wahrscheinlich Cyrax, der gleich wieder mit Gun im Clinch lag. Mir gelang es dann weiterhin konstant und schnell unterwegs zu sein und sogar noch ein wenig auf Rush aufzuschließen. Dabei gelang mir auch noch meine schnellste Runde, die auch noch die schnellste, gewertete des Rennens wurde.

Fazit:

Mir hat’s Spaß gemacht und ich konnte mich auch gut an die Viper gewöhnen. Ich hoffe, wir schaffen trotz sinkenden Interesses noch ein paar Rennen zu organisieren und zu fahren. Mich würde es jedenfalls freuen.

#777 grooviak

Tja, ich hatte mich ja tatsächlich erst am Renntag dazu entschlossen, mitzufahren … wenn auch in dem Wissen, dass ich wahrscheinlich als letzter ins Ziel kommen würde. In der Gewissheit dieser Erkenntnis habe ich dann auch mehr Zeit mit dem Lackieren meines Aliengefährts verbracht, als mit dem Üben. Denn mein Ersteindruck war, dass man die Karre zwar wie ein rohes Ei behandeln muss, aber dennoch über die Runden kommt. Von daher habe ich auch das nette Angebot der Rennleitung, die Traktionskontrolle anschalten zu dürfen, sportmännisch abgelehnt. Ein Fehler, der mir ungefähr eine Zehntelsekunde vor einer ungebremsten Kollision mit einer Reifenwand klar wurde – in der ersten Runde des Rennens! Danach war es mit meiner zengleichen Ruhe vorbei und ich beackerte Lenkrad & Pedale wie ein Berserker. Die Tastsache, dass ich trotz aller meiner Mühen kaum besser wurde und immer mal wieder von der Piste flog, ließ mein Aggro-Meter weiter ansteigen und in Runde 20 war ich bereits so nassgeschwitzt, dass ich das Lenkrad kaum noch halten konnte. Ich sehnte mir nur noch ein möglichst schnelles Ende herbei, was dann kurz vor Schluss noch beinahe zu einer Massenkarambolage geführt hätte. Ich danke den bedrohten Rennteilnehmern für ihren vorausschauenden Fahrstil sowie für ihre Nachsicht (fast schon paradox)! Nach 48 quälenden Minuten war dann endlich das rettende Ziel erreicht und ich ging zu Bett, ohne gute Nacht zu sagen. Nächstes Mal spielen wir dann lieber Mario Kart :P

Trotz allem vielen Dank an Club & Veranstalter, besonders für den tollen Rennbericht, der meine Unfähigkeit pietätvoll verschweigt ^_^


#60 p360hil steuert wie immer sehr sehenswerte Aufnahmen bei:

#20 cervantes1976

#8 Cyrax Black