{BRX} #10 Le Mans — Eindrücke vom Rennen

Mit einem Rennen auf der alten Anbindung des Circuit de la Sarthe startete der 3FC in die neue Saison mit den 24 Runden von Le Mans und damit mit einem Rennen, das es in sich hatte: 90 Minuten (inkl. Einführungsrunde und fliegendem Start) in den Klassen R1 bis R3 fordern bei einem starken Starterfeld von den Fahrern einiges ab. Wegen der Länge des Rennens und der Wertung in drei Klassen geben wir dieses Mal lieber ausführlich Stimmen vom Rennen wider und beschränken uns hier auf die zentralen Aspekte.

Start!

Aufgrund der beschränkten Einstellungsmöglichkeiten war es leider nicht möglich, die Rundenzeiten einzublenden, was bei vielen für Verdruss sorgte. Unsere Sorge in der Vorbereitungsphase war, dass das Feld sehr weit auseinandergezogen ist und die R1-Klasse im Ziel deshalb sehr lange auf die R3-Klasse warten muss. Mit einem Blick auf die zurückgelegten Distanzen nach dem Rennen zeigt sich aber, dass die Lücke nicht so groß ausgefallen wäre:  Die Spitze der R1-Klasse legte 368km zurück, in der R3-Klasse waren das (sehr schnelle!) 337km. Die Wartezeit bis zum Rennende wäre also im Rahmen geblieben mit maximal 12 Minuten. Wir werden das bei den weiteren Rennen — vor allem den Langstreckenrennen — gern berücksichtigen.

Phil hat Cyrax im Visier.

Neben diesen Details möchten wir uns vor allem bei Euch bedanken: Zum einen dafür, dass Ihr wieder mit dem 3FC an den Start geht, zum anderen wieder (!) für Euer faires und sportliches Verhalten und zum dritten, dass Ihr mit uns das neue Format, die BRX, ausprobiert habt. So machen Rennen in diesem Maßstab einfach großen Spaß.

Holzkiste rollt die R3-Klasse von hinten auf.

In den nächsten Tagen werden wir hier die nächsten Rennen des Clubs ankündigen und Euch natürlich mit Neuigkeiten rund um die Forza-Franchise auf dem Laufenden halten.

#33 gunboundchars & #20 cervantes1976

Prototypen

1. #53 OnkelDoc — 368km

2. #88 Fettysoft

3. #20 cervantes1976

4. #33 gunboundchars

5. #112 Holzkind

GT1

1. #70 RushOliver — 347km

2. #55 GFC Edner

3. #102  Mattthebad — DNF

GT3

1. Holzkiste — 337km

2. #8 Cyrax Black

3. #60 p360hil

4. SCM Nick Name — DNF

#20 cervantes1976

Le Mans zählt — auch dank des großen Test Drive Le Mans 24 Hours (DC) — zu meinen absoluten Lieblingsstrecken, aber in der R-Klasse bin ich in Forza definitiv nicht zu Hause. So konnte ich mich lange nicht für eine Klasse entscheiden, wenn es nach dem Verstand gegangen wäre, dann rollte ich wohl mit einem GT3-Porsche an den Start. Mit dem Herzen wurde es dann jedoch die Prototypenklasse und dort ein Audi, den Doc großartig abgestimmt hatte. Ich kam fast ohne Training an die Strecke, lediglich eine — zugegeben sehr lange und hilfreiche — Trainingseinheit brachte mich in konkurrenzfähige Zeiten um die 3:11/3:12 für die 13 Kilometer lange Runde.

Schon vor dem Start war ich furchtbar aufgeregt, die Einführungsrunde hob den Puls und dann begann das Rennen fliegend — wohl wissend, dass jeder Fehler sofort dazu führte, dass man im dichten Feld durchgereicht würde, wurde ich aufgeregter und aufgeregter.

Doc im Aston.

Nach Fettys und Docs kleinen Fehlern ging ich vorbei und war in Führung — ein Glück, das ich eine Runde lang mit meinem Herzen in der Hand genoss.

Prototypenfresser — die Curbs.

Darauf war ich nicht eingestellt: Fettys Toyota viel schneller als mein Audi und Docs Skills meinen weit überlegen, hatte ich mich auf einen Positionskampf um Platz 3 mit Gun eingerichtet. Auf die Pole war ich nicht vorbereitet — aber zu meinem Erstaunen konnte ich mich noch weiter absetzen, da Doc und Fetty miteinander um den zweiten Platz fochten.

Mein Glück endete an der Kurve vor der langen Geraden nach Mulsanne — auf den Curbs hob ich ab und schoss in die Bande auf der rechten Seite, Doc teilte mein Schicksal ein paar Runden später.

Nach Mulsanne komm‘ ich wohl erst später.

Während des Rennens konnte ich meinen zweiten Platz nach Doc lange verteidigen und konnte seine Pace erstaunlich gut mitgehen, der Abstand war aus meiner Sicht eher niedrig und sobald Überrundungen anstanden und/oder einer von uns beiden in der Box war, stand der andere in Schlagdistanz. Das hat mich eigentlich am meisten gefreut.

Eine dieser Überrundungen wurde mir jedoch gegen Ende des Rennens zum Verhängnis. Auch wegen nachlassender Konzentration schob ich mich mehr schlecht als recht an Rush vorbei, Fetty im Nacken, und trudelte in der letzten Kurvenpassage, die mir sonst keinerlei Probleme bereitete, souverän in die Band und drehte mich in diesem engen Streckenabschnitt.

Fettysofts Toyota.

Ich musste Fetty ziehen lassen, ärgerte Rush mit einer weiteren Überrundung und ließ auf Doc und Fetty abreißen.

Paarflug fürs Foto in der Einführungsrunde: Gun und Cervantes.

In den letzten Minuten verwaltete ich meinen dritten Platz und achtete darauf, dass Gun nicht zu nah auf mich aufschloss.

Spaß hat’s gemacht, nach Le Mans möchte ich wieder mal.

#55 GFC Edner

Ursprünglich hatte ich einen Start auf Drag-Bereifung mitsamt aktivierter Fahrhilfen geplant – eine Option, die mir 30 km/h mehr Topspeed und wahrscheinlich den sicheren Klassensieg beschert hätte. Nachdem mir Klassenkonkurrent Rush jedoch eine Nachricht zukommen ließ, in der es hieß, dass er OHNE Fahrhilfen ausrücke, bekam ich ein schlechtes Gewissen und griff spontan auf einen mit Rennreifen bestückten Ersatzwagen zurück. Das Problem hierbei: der Ersatzwagen hatte weder ein passgenaues Setup noch irgendeinen Testkilometer auf dem Buckel. Ich kannte weder Einlenk-, noch Schalt- oder Bremspunkte. Die ersten drei bis vier Rennrunden dienten also einzig dazu, den Wagen kennen zu lernen. In dieser Phase hatte ich mir aber schon einen leichten Rückstand auf Rush eingehandelt, den ich schlussendlich nicht mehr kompensieren konnte.

#60 p360hil

Was für ein Rennen! Klar ein Start ist immer aufregend, dieses Mal war der Puls dann aber doch etwas höher. Das lag wohl an der ganz besonderen Atmosphäre, die solch ein Mehrklassenrennen auf Le Mans mit sich bringt. Schön auch, wie der Bezug zum realen Rennsport durch die Fahrzeug und Streckenwahl hergestellt wurde, und sogar die Klassenbezeichnungen in der Lobby wurden realitäts getreu benannt. Chancen auf einen der vorderen Plätze rechnete ich mir zwar nicht aus, mein Ziel war es lediglich – wenn möglich – CyraxBlack etwas zu ärgern ;)

Doch zunächst sah es nicht danach aus, als sollte mir das gelingen können, denn direkt nach dem Start fiel ich schon einige hundert Meter zurück, holzkiste flog gleich in Kurve 1 an mir vorbei, raste nach vorne und klebte dann Cyrax am Heck. Keine fünf Minuten später war er schon uneinholbar auf Platz 1 der GT3 klasse. Unglaublich, dass der tatsächlich in einem gleichwertigen Auto saß, am Ende des Rennens sollte er still und heimlich 17 Kilometer Vorsprung auf mich herausgefahren haben! Aber der Reihe nach…

Da der Start also weniger gut verlief, fuhr ich in den ersten Runden alleine hinterher, allerdings klappte das Runde um Runde besser, ich fuhr zwar längst keine Topzeiten, dafür machte ich aber auch kaum Fehler. Cyrax war in den ersten zehn Runden immer ungefähr 500 Meter vor mir, doch nach und nach verkürzte sich sein Vorsprung zunehmend.
Nach circa einer halben Stunde waren es dann nur noch gut 100 Meter, in den Kurven zu Beginn der Runde gab es zwar noch kein Vorbeikommen, allerdings kam die erste Gerade immer näher. Cyrax wurde zusätzlich aufgehalten, da die Überrundungen bereits in vollem Gange waren, wodurch ich mit deutlich Überschuss an ihm vorbeiziehen konnte. Doch er blieb dran, saugte sich im Windschatten heran und konterte. Wir waren schon über der Hälfte der Geraden, als ich den dritten Überholvorgang einleitete. Parallel flogen wir dann auf die Schikane zu, die Anbremszone schon in Sichtweite, konnte ich gerade noch eine gute Wagenlänge Vorsprung gewinnen, in die Kurve führ ich sicherheitshalber trotzdem innen. Zusätzlich war uns mittlerweile auch noch ein LMP1-Fahrzeug auf den Fersen, das die Überrundung auf der Geraden nicht mehr geschafft hatte, jetzt aber in der Schikane beinahe nur noch eine Handbreit hinter Cyrax fuhr. Kaum waren wir dann durch die Kurve und auf der zweiten Geraden zog das Fahrzeug auch schon mit diesem einzigartigen Klang, an uns vorbei. Diese letzten 60 Sekunden waren eindeutig der Höhepunkt des Rennens.

Danach verlor ich auch recht rasch wieder die zweite Position an Cyrax, ich konnte aber, dank kleineren Fehlern von ihm, vorerst noch dranbleiben.

Als dieser dann aber zu seinem ersten Stopp an die Box fuhr, verbremste ich mich kurz nach der Zielgeraden vor Kurve 2. Zwar war es nicht viel, allerdings dauerte es schon gut drei Sekunden, um aus dem Blau, über die Curbs, wieder auf den Asphalt zu kommen. Und auch gegen Ende der Runde verlor ich wichtige Hundertstel, als ich eine Kurve falsch nahm und ins Schlingern geriet, mein Fahrzeug aber gerade noch wieder einfangen konnte. Da wäre die nach Außnahmereglement erlaubte Traktionskontrolle dann doch hilfreich gewesen. Eine Runde später machte ich dann, relativ spät meinen ersten, Cyrax gleich nach mir bereits seinen zweiten Boxenstopp. Eine Runde danach fuhr ich dann ebenfalls zum zweite Mal in die Box, Cyrax zog natürlich wieder auf der Zielgeraden an mir vorbei. Als ich gerade über Funk meine Boxenausfahrt bekanntgab, kündigte Cervantes an, er würde gleich an mir vorbeikommen, keine Sekunde später schoss er auch schon an mir vorbei, ging in die Schikane, über den Hügel und war auch schon wieder weg^^.

Mittlerweile war mein Abstand auf Cyrax schon mehr als einen Kilometer groß, was auch ihm nicht engangen war, worauf er fragte, ob ich einen Unfall gehabt hätte. Die korrekte Antwort wäre wohl gewesen: „Nein, ich bin die letzten zwei Runden einfach nur schlecht gefahren.“

Die restliche dreiviertel Stunde blieb meine Platzierung dann auch so. Immer wieder einmal kam es zu Überrundungen, dabei kann so manch eine Wagenfarbe, des im Rückspiegel anfliegenden Bolidens, schon fest einem bestimmten Fahrer zugeordnet werden: Sichtet man einen roten Rennwagen, ist es ziemlich sicher die Nummer 20, giftgrün meist Gun, ein dunkles „Wicküler-Grün“ deutet hingegen eindeutig auf Fettysoft hin. Und ein schwarzer Bora ist meistens der Rush im Porsche ;D

Zwei, die ihrem Farbmuster treu bleiben: Cervantes in rot-schwarz …

… Fettysoft in grün-weiß.

Während ich den Abstand noch übere längere Zeit recht konstant halten konnte, ließ die Konzentration dann in den letzten 15 Minuten schon deutlich nach.

13 Minuten vor Schluss war es dann so weit: Direkt auf dem „Plateau“ der Kurve-2-Schikane kam ich beim Herausbeschleunigen zu weit nach links über die Curbs und drehte mich. Glücklicherweise war gerade kein Fahrzeug direkt hinter mir.

Sollbruchstelle: Blick von Kurve 2 hinunter auf Kurve 3.

Kurz vor Schluss erschien dann eine Viper hinter mir, dicht gefolgt von einem weiteren GT1 Fahrzeug. In einer der letzten Kurven kam ich ins Schlingern und drehte mich dann knapp vor den beiden überrundenden Fahrzeugen in die Bande, die hatten aber glücklicherweise aufgepasst und konnten unbeschadet vorbeigehen.

Obwohl es wie erwartet nicht für einen der vorderen Plätze gereicht hat, war es doch ein spannendes Rennen und ein gelungener Start in die zweite Saison des 3FC. Solche Mehrklassenrennen mit aktiviertem Windschatten sollten wir im Hinterkopf behalten. Wie Gun schon zusammenfassend erwähnte: „Das Experiment Bonusround X-treme ist geglückt.“

#70 RushOliver

90 Minuten LeMans mit einem R2 Porsche OHNE Traktionskontrolle arten ganz schön in Arbeit aus und das Fahren sauberer Runden fällt einem damit nicht ganz so leicht wie man sich das insgeheim erhofft. Sobald der Porsche GT1 runter bis in den 2. Gang musste, wurde es ziemlich heikel und das Gaspedal musste bis zum Berühren des Bodenblechs zunächst gestreichelt werden. Dennoch passierte es hin und wieder, dass das Heck des Rennboliden mich ruckartig überholen wollte und zunächst an eine ordentliche Beschleunigung nicht zu denken war. Dreher konnte ich aber gänzlich verhindern; aber wären wir mit Reifenverschleiß gefahren, hätte ich mir alle 5 Runden neue holen müssen. Die schwarzen Striche auf dem Asphalt müssen beim Herausbeschleunigen zeitweise sehr lang gewesen sein.

Rush setzt sich von Edner ab.

Genervt ohne Ende hat die fehlende Anzeige der eigenen Rundenzeit. Anhand derer kontrolliere ich mich eigentlich selber und kann damit das Risiko in den einzelnen Streckenabschnitten besser einordnen. So blieb mir nichts anderes übrig, als mich an der Abstandsanzeige zu orientieren. Genau das wurde aber in dem Moment extrem nervig, als Edner einen Boxenstopp weniger als ich selber absolviert hatte. Betrug mein Abstand zunächst noch 700 Meter, wuchs der Abstand gegen Rennmitte wegen Überrundungen (der GT3 Fahrzeuge und durch die Prototypen) plötzlich auf 1700m an. Bei meinen Boxenstopps hatte ich bemerkt, dass man ca. 900-1000 Meter auf den Klassenkontrahenten verliert. Da waren 1700m Abstand eindeutig zuviel … aber ich hatte keinen Anhaltspunkt, ob ich jetzt unverhältnismäßig viel Zeit verloren hatte, oder ob es sich nur um ein paar Zehntel handelte.

Mir blieb nichts anderes übrig, als volles Risiko zu gehen, um den Abstand wieder zu verkürzen. Zu der Zeit passierten mich aber erneut die schnelleren Prototypen, was mir jedesmal vor Anbremszonen den Anpressdruck auf der Vorderachse versaute und ich gezwungen war, unverhältnismäßig früh auf die Bremse zu steigen. Das nervte dann ganz schön extrem und der Blutdruck stieg ein wenig an. In Kombination mit leicht nachlassender Konzentration passierte dann auch der ein oder andere unnötige Schlenker beim Herausbeschleunigen ohne Traktionskontrolle.

In der Folgezeit konnte ich aber den Abstand zu Edner recht schnell wieder auf 800m drücken und wartete ab, wann dieser endlich zu seinem letzten Boxenstopp abbog. 2 Minuten vor Ende des Boxenstoppfensters war es dann soweit und meine Kalkulation ging auf. Nach Edners 2. Boxenstopp hatte ich einen Vorsprung von knapp 400m, den ich danach noch auf knapp 900m ausbauen konnte.

So ein Duell ohne direkte Sicht auf den Kontrahenten ist nicht ohne und ich war froh, dass ich einen nachweislich extrem schnellen Fahrer wie den Rambaldi Piloten Edner auch ohne Traktionskontrolle kontrollieren konnte. Der Kunstleder-Bezug meines Playseats war danach jedenfalls genauso nass wie mein T-Shirt … man war ich froh, dass es kein Polo-Shirt war!!!

#88 Fettysoft

Sehr schönes Rennen! Es war wirklich ein tolles Rennen, was an innerer Aufregung kaum zu toppen war. Ich habe bei fast jeder Überholaktion 200 Puls gehabt, was sicherlich an diesen ultraschnellen Autos lag. Nachdem ich mich gleich in der ersten Runde mit den fiesen Curbs auseinander setzen musste, hab ich mich gleich an Position 5 wiedergefunden. Zum Glück war mein Toyota so verdammt schnell, dass ich wieder aufholen konnte. Ich hab aber auch gesehen, das Holzkind und Gun vor mir ihre Problemchen hatten. Nach der dritten oder vierten Runde hatte ich vor den letzten beiden Schikanen wieder so meine Probleme auf der Strecke zu bleiben, weshalb ich mich entschloss, gleich mal an die Box zu gehen. Holzkind, der mittlerweile wieder hinter mir war, tat es mir gleich. Nach dem Stopp konnte ich dann etwas konstanter fahren und sogar auf Gun aufschließen. Ihn konnte ich später noch überholen, nachdem er einen oder zwei Fehler machte. Nun war Cervantes vor mir und der Abstand verringerte sich zwar langsam, aber sicher. Mit noch etwa 50 Minuten Restzeit ging ich zum zweiten und letzten Stopp an die Box. Gun war wieder vorbei und ich versuchte, erneut aufzuschließen. Während dieser Jagd verlor ich dann das Auto in der ersten der beiden letzten Schikanen und drehte mich in die Boxeneinfahrt und hoffte, dass diese mich nicht gleich zum dritten Stopp ‘ansaugen’ würde. Das geschah nicht und ich konnte zurueck auf die Strecke, nur um mich in der ersten Schikane gleich erneut zu drehen. Als ich wieder fortkam, war mir der böse Matthias beinahe ins Heck geprallt. Die Fahrer Gun und Cervantes vor mir mussten wohl auch den einen oder anderen Fehler gemacht haben, denn ich konnte mich wieder heranarbeiten und während Guns Stopp an ihm vorbeigehen. So in dritter Position liegend konnte ich mich voll und ganz auf Cervantes konzentrieren, der gute 2500m Vorsprung hatte. Bis er schließlich im Kurvengewühl noch weit vor der Ziellinie einen Dreher hatte, den ich ausnutzen konnte und vorbeiging. Ich konnte im letzten Viertel des Rennens meinen Vorsprung auf Cervantes halten und schloss sogar noch etwas auf Onkel Doc auf, der, wie er sagte, Konzentrationsprobleme hatte und deshalb wohl ein paar Fehler einbaute.

#102 Mattthebad

Wie üblich hat es mal wieder etwas länger gedauert, bis auch der letzte eingetroffen ist (außer Giama?). Neu war für mich allerdings, dass ich auch warten musste ;-)  Kurz vor dem Start fiel mir dann noch ein, dass mein kleiner Neffe am Morgen noch Forza gespielt hatte. Gerade noch rechtzeitig, sonst wäre ich mit sämtlichen Fahrhilfen unterwegs gewesen.  Gegen 21:15 ging es dann endlich los. Sorry btw., dass ich mal wieder nicht den Custom Soundtradck geladen habe. Beim nächsten Mal werde ich eure Mühe entsprechend würdigen.

Nach einer Einführungsrunde, welche irgendwie zwischen 150 und 220 km/h gefahren wurde, wurden die Fahrzeuge nach Klassen geordnet vor der letzen Doppelschikane zusammgeführt und es ging in einen fliegenden Start.  Im vorderen Teil des Feldes — und genau da war ich unterwegs — kam es zu keinen Problemen. Hinter mir dieses Mal auch nicht, sonst fährt ja gerne mal jemand in mich rein.  Ich konnte auf der ersten Geraden den Anschluß an Edner und Rush halten, beide auf Porsche unterwegs zur Freude der Wörtherseefraktion. Nach dem Rechtsknick waren sie dann aber doch weg.  So dümpelte das Rennen für mich so vor sich hin, bis ich nach der Hälfte des Rennens von den R1 Kollegen überrundet wurde.   Bemerkenswert – Holzkiste war mit einer unterklassigen Fahrzeug immer in Reichweite auf mich unterwegs. Nach Schnitzern musste ich ihn auch zwei Mal überholen. Respekt!

Cervantes hat mich dann als einer der letzten der R1 Klasse überrundet und auf dem Weg zur Box gab es dann den disconnect für mich.  Insgesamt fand ich es aber zu langweilig. Die Strecke ist mir zu anspruchslos und in drei Klassen fehlte mir dann auch der direkte Konkurrent. Nicht mal die Rundenzeiten wurden angezeigt, so dass für mich jegliche Motivation weg war. Edner und Rush haben mir pro Runde aber auch gute 300 bis 500 m abgenommen, wie auch immer das möglich ist. Ich tippe auf mein Unvermögen.

#112 Holzkind

Also der erste Aufreger für mich war eigentlich schon wieder, dass das Rennen 15 Minuten später als geplant gestartet wurde. Dabei hieß es wir warten noch 2-3 Minuten auf Giama. Der dann leider auch nach 15 Minuten nicht da war. Aber vielleicht hat mich das auch alles so gestört, weil ich auch dem Weg zur Rennstrecke ewig im Stau gestanden habe, und schon dachte, dass ich das Rennen verpasse.

So aber nun zum Rennen: Wahrscheinlich war ich wirklich sehr aufgeregt, da ich selbst in der Einführungsrunde mehrmals von der Strecke abkam. Nach dem fliegenden Start war ich, wie es zu erwarten war, letzter in meiner Klasse. Nachdem Fetty und Doc ihre Fehler gleich zu Beginn der ersten Runden gemacht hatten, durfte ich kurzzeitig das Gefühl des dritten Platzes erleben. Aber eben wirklich kurz.

Nach meinem doch sehr frühen Stopp und einem Dreher kurz vor Ende der darauffolgenden Runde durfte ich sogar die Peinlichkeit erleben, von einem R2 Wagen überholt zu werden. Aber ich hatte schon vor dem Rennen die Angst, dass mir Rush mit seinem R2 gefährlich wird. Aber lange konnte Rush nicht vor mir bleiben, die Klassenunterschiede sind dann doch zu groß.

Danach wurde mein Rennen ziemlich eintönig, aber meine Runden fehlerfreier. Das einzige Ziel was ich in diesem Rennen noch hatte, war von Onkel Doc nicht überrundet zu werden. Was mir glücklicherweise gelungen ist, aber am Ende hatte er fast eine Runde Vorsprung auf mich.

Aber alles in allem war es wieder schön mir dem TFC ein paar Runden gedreht zu haben, und das gleich 356Km.

#8 Cyrax Black

15 Kommentare zu “{BRX} #10 Le Mans — Eindrücke vom Rennen

  1. GFC Edner sagt:

    Ursprünglich hatte ich einen Start auf Drag-Bereifung mitsamt aktivierter Fahrhilfen geplant – eine Option, die mir 30 km/h mehr Topspeed und wahrscheinlich den sicheren Klassensieg beschert hätte. Nachdem mir Klassenkonkurrent Rush jedoch eine Nachricht zukommen ließ, in der es hieß, dass er OHNE Fahrhilfen ausrücke, bekam ich ein schlechtes Gewissen und griff spontan auf einen mit Rennreifen bestückten Ersatzwagen zurück. Das Problem hierbei: der Ersatzwagen hatte weder ein passgenaues Setup noch irgendeinen Testkilometer auf dem Buckel. Ich kannte weder Einlenk-, noch Schalt- oder Bremspunkte. Die ersten drei bis vier Rennrunden dienten also einzig dazu, den Wagen kennen zu lernen. In dieser Phase hatte ich mir aber schon einen leichten Rückstand auf Rush eingehandelt, den ich schlussendlich nicht mehr kompensieren konnte.

    • RushOliver sagt:

      Die Idee mit der Drag-Bereifung und aktivierten Fahrhilfen ist eine ganz witzige Idee. Allerdings hätte ich nicht nur verdutzt aus der Wäsche geschaut wenn ihr in der letzten Runde an mir vorbeigerauscht wärt, ich wäre vermutlich danach auch stinksauer gewesen. Für mich persönlich gilt das ich grundsätzlich fair mit meinen Gegner umgehen möchte. Daher ja auch vor dem Start die Frage ob Du das Setup von meinem Porsche benötigst.

      Intern hatte ich im Club schon vor ein paar Tagen angekündigt das ich ohne Fahrhilfen fahren werde, da ich ansonsten nochmals locker 1 bis 1,5 Sekunden pro Runde schneller hätte fahren können und somit weniger geübte Fahrer wie Mattthebad erst recht nicht mitgehalten hätten. So aber gönnte ich Matt seine Traktionskontrolle und mir die erschwerten Bedingungen…. damit es einfach enger und fairer zugeht. Im Vorfeld ein paar Worte zum Austausch und Du hättest von mir Tage vorher erfahren das ich deine von mir geschätzten „Projekt Cockpit“ Regeln – die sonst für mich mit Ausnahme der Bremslinie ebenfalls Normalität darstellen – beherzigen werde. Ich bin gestern Abend sogar ebenfalls ohne Bremslinie gefahren um mich fair zu duellieren.

      Hätte ich dann zum Schluss erfahren das Du mit Drag-Bereifung und aktivierten Fahrhilfen gefahren wärst, es hätte meine durchweg positive Meinung von dir erheblich ins Wanken oder gar zum Umstürzen gebracht. Die Tatsache das Du es NICHT gemacht hast und die Größe hattest von den ursprünglichen Absichten ehrlich zu berichten, läßt das Ganze dann doch wieder in einem positiveren Licht erscheinen. In diesem Sinne: „Auf zukünftige Duelle nach Projekt Cockpit“.

      • GFC Edner sagt:

        Ja, schade, dass ich keine Zeit hatte zu trainieren, bzw. den Wagen einzustellen. Mein Porsche lag extrem mieserabel auf der Bahn, das DIF war Müll und die Federn viel zu hart. Den Curbs ist jedenfalls das Wasser im Munde zusammen gelaufen, als sie mich kommen sehen haben ;-)
        Als ich am Sonntag Deine Nachricht gesehen habe, war ich schon so gut wie auf dem Weg zu einem Muscle Car-Treffen. Blubbernde V8 Big Blocks, Pettycoats, Rock´n Roll…war zwar super interessant, hinsichtlich der Rennvorbereitung aber eher suboptimal.
        Vielleicht hätte ich von Deinem Angebot – mir Dein Setup geben zu lassen- Gebrauch machen sollen. Aber ich dachte, ich könne den Wagen „blind“ einstellen, so wie ich´s auch oft in der A-Klasse mache. Dort klappt´s normaler Weise ganz gut. Jetzt weiß ich: A-Setups auf R2-Autos zu packen ist grob fahrlässig, naiv und nur was für Lebensmüde ;-)
        Wie auch immer…der Plan D (Dragbereifung) war da, prallte aber mit ordentlich Schmackes gegen die Mauer des schlechten Gewissens… zumindest nachdem ich erfuhr, dass du OHNE Assistenten fährst – wovon ich anfangs nicht ausgegangen bin, da es ja laut Regeln erlaubt und in R2 durchaus nachvollziebar ist.

        PS Bislang gibt´s nur sieben Anmeldungen für das motormaniaX-Race in der 99er-Viper auf Sedona am kommenden Sonntag. Sollten wir nicht mindestens noch fünf Leute zusammen kriegen, wird das Rennen gecancelt. Vielleicht hat ja einer von Euch Bock, sich noch anzumelden (z.B. Onkel Doc, Gun, Cervantes…allesamt gute Fahrer). Nicht, dass das „Project Cockpit“ beerdigt werden muss, bevor es so richtig angefangen hat zu leben. Wäre doch sehr effizient, wenn man sich die Fahrer gegenseitig zuschieben kann, um einen besser besetzten Grid zu erhalten.

        • RushOliver sagt:

          Vermutlich muß ich dich leider entäuschen, denn so wie es zur Zeit ausschaut muß ich zurückziehen aber ich kann erst Morgen Nachmittag Genaueres sagen. Es sieht aber danach aus das ich die Zusage und die notwendigen Unterlagen eines Kunden schon Morgen erhalte, dann müßte ich auch am kommenden Wochenende bis in den Abend hinein arbeiten.

        • „Nicht, dass das ‚Project Cockpit‘ beerdigt werden muss […]“

          Das wäre wirklich schade, aber die Kombination Viper / Sedona lässt mich zurückschrecken — auch wenn ich ohnehin mit Eurem Setup fahre. Beruflich sieht es bei mir Anfang September auch sehr knapp aus, muss daher auch aus ‚professionellen‘ Gründen wieder passen.

        • OnkelDoc sagt:

          Sorry, aber Fahrzeuge unterhalb der R Klasse interessieren mich überhaupt nicht und ich fahre die auch nicht wirklich gerne. Und ihr fahrt ja bis jetzt nur in den langsameren Klassen.
          Alle paar Wochen mal mit den Jungs hier vom Maniac/3FC reichen mir da vollkommen aus :)

  2. RushOliver sagt:

    Bevor ich es vergesse….. Langstreckenrennen auf der Nordschleife im R3??? :D

    • Also Le Mans würde ich noch mal fahren, gern auch nur R3 oder nur R1, Nordschleife ist für mich irgendwie die „Hölle“. Kleines Wortspiel, hach. R2 ist mir zu farblos, das können wir gern lassen.

  3. RushOliver sagt:

    Zu der Kritik das die Strecke eventuell anspruchlos gewesen ist…

    Natürlich haben die langen Geraden zunächst etwas einschläferndes aber es gibt auf diesem Kurs 3 extrem wichtige Schlüsselpositionen die nur mit viel Konzentration sauber gefahren werden können und letztendlich der Schlüssel zu wirklich schnellen Rundenzeiten sind.

    – Die kurze Rechts bevor es auf die lange Gerade geht – Abschnitt „Virage Tertre Rouge“. Wer hier nicht sauber durchkommt verliert sofort etliche Zehntel auf den Vordermann und erreicht seine eigene Höchstgeschwindigkeit – wenn überhaupt – erst sehr viel später.

    – Die harte Anbremsphase nach der langen Geraden auf die sehr enge Rechtskurve ist ebenfalls eine Schlüsselstelle – Abschnitt „Mulsanne“. Verläuft das Anbremsen und anchließende Einlenken nicht optimal, läßt man auch hier sehr viel Zeit liegen.

    – Das spätere Kurvengeschlängel – Abschnitt „Virage Porsche“. Wer hier nicht mit viel Mut (das Räubern über die Curbs ist hier Pflicht) und perfekter Linienwahl durch die schnelle Folge an Kurven fliegt, läßt ebenfalls extrem viel Zeit liegen.

    Das sind nur 3 Schlüsselstellen aber die Anbremszonen dazwischen sind ebenfalls nicht ohne Belang und wollen ebenfalls perfekt angebremst und sauber durchfahren werden. Eine Runde mag im ersten Moment nicht anspruchsvoll aussehen aber das täuscht ganz gewaltig. Es mag sein das eine „Nordschleife“ ein anderes Kaliber ist aber dort lassen etwas langsamere Fahrer nicht nur 3-4 Sekunden liegen…… sondern ganz locker 30-60 Sekunden pro Runde.

    • grumbscut sagt:

      also ich gebe dir recht, anspruchslos finde ich den kurs auch nicht. allerdings ist es wirklich schade, dass man die Zeiten nicht sehen konnte, das ist ein BUG der gemeldet gehoert… Beste Runde 14km , so ein Quark! Ich hätte auch nichts gegen ein Langstreckenrennen auf der nordschleife, am besten wieder als Mehrklassen event

      • Also auf der Nordschleife bin ich zum Spaß mal drei Runden dabei, aber 90 Minuten werde ich dort sicher nicht mitfahren, das ist mir zu anstrengend und zu viel Arbeit. Wirklich :D Hawaii und Grooviak haben bei Le Mans schon dankend abgelehnt, auf der Nordschleife werden sich noch weniger anmelden — an ein Mehrklassenevent ist da eigentlich nicht mehr zu denken.

      • RushOliver sagt:

        Ja, die nicht sichtbaren Rundenzeiten waren alles andere als optimal und hat mich ebenfalls sehr gestört. Das es mangels Einstellmöglichkeiten in Forza4 dazu gekommen ist muß man leider akzeptieren.

        • Ja, aber wir haben doch draus gelernt. Der Trubel auf der Strecke, die eigenen Fahrleistungen und Fahrfehler führten dazu, dass das Feld dichter bei einander war, als gedacht. Das konnte nur im Vorfeld niemand wissen. Legt man die bloßen gefahrenen Rundenzeiten aus den Bestenlisten daneben, dann sieht das nämlich sehr viel anders aus ;) Für die künftigen Langstreckenrennen bitten wir dann im Vorfeld einfach um etwas — Geduld :)

          • RushOliver sagt:

            Bestenlisten….. das sind reine Hotlap-Zeiten.

            Da fährt man 10-15 Runden um die EINE Runde hinzubekommen wo nach Möglichkeit alles paßt. Da geht man dann in jeder Kurve volles Risiko und schießt gerade deswegen oftmals auch darüber hinaus. Im Rennen selber fahre ich meist mit 95% des Risikos so einer Hotlap und nur wenns gefordert ist geht man aufs Ganze, da Konstanz generell höher zu bewerten ist als eine einzelne schnelle Runde die vielleicht 4 Zehntel schneller ausfällt.

            Dann lieber 20 Runden am Stück die 5 Zehntel darüberliegen. ;)

            • Keine Frage, es war nur für uns sehr schwer, das in der Planung auf 80 Minuten (!) so hochzurechnen, dass man damit vernünftig umgehen kann ;) Deshalb haben wir uns dann für diese Variante entschieden.

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